1. Saarland

Demo von Sportvereinen in Saarbrücken aus Sorge vor Mehrkosten nach LSVS-Skandal

Vor der Europagalerie in Saarbrücken : Demo von Sportvereinen aus Sorge vor Mehrkosten nach LSVS-Skandal

Zahlreiche Sportvereine und Fachverbände haben sich Mittwochabend zu einer Demonstration in der Saarbrücker Innenstadt versammelt. Mehrere hundert Menschen nahmen dabei an  einem Protestmarsch von der Reichstraße zum Marktbrunnen teil.

Die Verbände kritisieren mögliche Einschnitte durch das Sanierungskonzept des in Schräglage geratenen Landessportverbandes (LSVS). Der LSVS will beispielsweise die Buchhaltung nicht mehr für die ihm angeschlossenen Fachverbände erledigen und von ihm selbst finanzierte Geschäftsstellen auflösen. Die betroffenen Verbände sehen darin ihre Existenz bedroht. Im Vorfeld hatte der LSVS sein Unverständnis zu der Protestaktion geäußert (wir berichteten). Die Sportverbände würden ignorieren, dass der Fortbestand des gesamten LSVS von einem Kredit der Saar LB abhänge und die jetzt greifenden Maßnahmen von der Mehrheit der Verbände beschlossen worden und für die Kreditgewährung zwingende Voraussetzung gewesen seien.

LSVS-Präsident Adrian Zöhler war bei der Demonstration nicht dabei. Ein Flugblatt der Organisatoren erreichte ihn trotzdem. „Es sieht aus, als ob der LSVS da völlig entzweit wäre“, so Zöhler. Er liest aus dem Flugblatt das Gegenteil heraus. Dort steht: „Wir plädieren für die weitere finanzielle und organisatorische Unterstützung der Fach- und Verwaltungsarbeit unserer Verbände durch Geschäftsstellen.“ Der LSVS plant, die Aufgaben der Geschäftsstellen zusammenzufassen, sie einer Verwaltungseinheit zu übertragen. „Das ist der einzige Unterschied“, so Zöhler. „Wir wollen alle das Gleiche.“ Nur könne man sich mehrere Geschäftsstellen nicht mehr leisten. Zöhler dementierte, dass die Geschäftsstellen zum Jahresende geschlossen werden sollen.