1. Saarland

Demo mit 200 Klimaschützern in St. Ingbert

Fridays for Future : Demo mit 200 Klimaschützern in St. Ingbert

Die Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) ist am Freitag auch in St. Ingbert auf die Straße gegangen. Die Schulstreiks für das Klima, die ihren Ausgangspunkt in der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thumberg haben, finden seit fünf Monaten im Saarland statt.

Der 15-Jährige Schüler Simon Ohl vom St. Ingberter Leibniz-Gymnasium war Initiator dieser Demo, die sich mit rund 200 Teilnehmern durch die Innenstadt bewegte und dabei laut auf sich aufmerksam machte. Unter ihnen waren neben vielen Schülern und Studenten auch einige ihrer Eltern und Sympathisanten, die an diesem Tag für den Klima- und Umweltschutz geradestanden, hüpften, sich hinlegten, aber vor allem: lautstark Aufmerksamkeit erregten. Mit Sprüchen wie „Leute, lasst das Glotzen sein, reiht euch in die Demo ein“ wurde zum Mitgehen eingeladen.

Im Fokus standen bei der Demo die Vermeidung von Plastikmüll, der Ausstieg aus der Kohleverstromung, eine größere Aufmerksamkeit für Radfahrer und Fußgänger sowie das Unverpacktsystem und der Wunsch, dass sich die Menschen mehr mit lokal produzierten Lebensmitteln versorgen und durch geringere Autonutzung weniger Schadstoffe verursachen. Am Ende der zweistündigen Kundgebung wurden die Teilnehmer aufgerufen, die Straße zwischen Rathaus und Stadthalle mit Kreide zu „verschönern“. Sprüche und Bilder zum Thema Klimaschutz bedeckten später den gesamten Bereich. Mit dieser Aktion sollte laut Ohl gezeigt werden, dass die Straße nicht nur für Kraftfahrzeuge da ist und zu mehr tauge als nur für den Verkehr.

An der Aktion nahmen auch die FFF-Regionalgruppe Saarland, eine Künstlerin, eine Biobäuerin und Mitglieder der Zukunftswerkstatt Saar teil. Auf den Vorwurf, besser in die Schule zu gehen anstatt auf die Straße, hatte ein Schüler seine Antwort auf ein Plakat geschrieben: „Warum lernen, wenn wir keine Zukunft haben?“ Und weil die Probleme nicht nur international, sondern auch kommunal angegangen werden müssten, wurde von Oberbürgermeister Hans Wagner (parteilos) als erster Schritt eine Umstellung auf die Gelbe Tonne gefordert.