Demo gegen Hass und Rassismus mit 2000 Teilnehmern in Saarbrücken

Protest gegen Rechts : 2000 Saarländer demonstrierten gegen Hass und Rassismus

2000 Demonstranten haben den sonnigen Herbsttag am Samstag genutzt, um in der Landeshauptstadt gegen Hass und Rassismus zu demonstrieren. Vom Saarländischen Staatstheater setzte sich der Protestzug über die Wilhelm-Heinrich- und Luisenbrücke in Gang zur Reichstraße.

Dort fand eine Abschlusskundgebung statt. Drei SPD Politikerinnen sprachen: Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und die Bundestagsabgeordnete Josefine Ortleb.

Allen drei war es gemeinsames Anliegen, ein Zeichen gegen rassistische Anfeindungen und nationales Gedankengut zu setzen. Demo-Teilnehmer Jürgen Nieser von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Saarland: „Die zentrale bundesweite Demo war ja in Berlin. Wir haben unsere Ortsgruppen und Mitglieder aufgerufen, sich in Saarbrücken anzuschließen, wenn der Weg nach Berlin zu weit ist. Rund 100 AWO-Mitglieder sind gekommen.“

Andere Parteien und Initiativen – darunter viele Studierende – sahen es ähnlich und formierten auf diese Weise einen mehrere Hundert Meter langen Protestzug durch die Innenstadt, für den die Polizei etliche Straßen sperrte. Die Beamten berichteten im Nachgang, dass es keine Zwischenfälle gegeben habe und die Demonstration auch friedlich zu Ende ging.

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