Dekanat Völklingen im Umbruch

Dekanat Völklingen im Umbruch

Völklingen/Püttlingen. Zunehmender Priestermangel, Rückgang der Zahl der Gläubigen, sinkende Kirchensteuer-Einnahmen: All dies war Grund für den damaligen Trierer Bischof Reinhard Marx, 2007 den "Strukturplan 2020" des Bistums auf den Weg zu bringen

Völklingen/Püttlingen. Zunehmender Priestermangel, Rückgang der Zahl der Gläubigen, sinkende Kirchensteuer-Einnahmen: All dies war Grund für den damaligen Trierer Bischof Reinhard Marx, 2007 den "Strukturplan 2020" des Bistums auf den Weg zu bringen. So stehen im Dekanat Völklingen, das flächenmäßig von Völklinger Grenz-Stadtteil Lauterbach bis hin zum Heusweiler Ortsteil Kutzhof reicht, derzeit nur noch 18 Priester zur Betreuung von insgesamt 63 500 Katholiken zur Verfügung. Dabei sind die Geistlichen, die sich auch im Ruhestand weiter in der Gemeindearbeit engagieren, mit eingerechnet. Kernpunkt der Neuorganisation sind die fünf Pfarreiengemeinschaften, in denen sich die noch verbleibenden 25 Pfarreien (siehe Grafik) zusammenschließen.Die Neuorganisation, die auch finanzielle Veränderungen mit sich bringt, muss bis zum 1. September vollzogen seien. Und die Bistumsleitung informiert nun in allen insgesamt 35 Dekanaten vor Ort. Das Dekanat Völklingen ist am kommenden Montag, 14. März, an der Reihe. Dann sind laut Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle alle Verwaltungs- und Pfarreienräte sowie Mitglieder der Dekanatskonferenzen und die Dekanatsratsmitglieder von 19 bis 22 Uhr in die Stadthalle Püttlingen (Am Burgplatz) eingeladen. Monsignore Michael Kneib (Foto: SZ) , Direktor Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat in Trier, will an diesem Abend zur neuen Ordnung für die Pfarrgemeinderäte, zur Ordnung über die Bildung der Kirchengemeindeverbände und zur Einführung der Schlüsselzuweisungen informieren und den Teilnehmern für Rückfragen zur Verfügung stehen.

"Kirchengemeindeverband" ist hier ein wichtiger neuer Begriff. In solchen Verbänden, Körperschaften des öffentlichen Rechts, sollen die in einer Pfarreiengemeinschaft zusammenwirkenden, weiterhin rechtlich eigenständigen Kirchengemeinden zusammengeschlossen werden. An diese Verbände gehen dann ab 2012 die so genannten Schlüsselzuweisungen. Abhängig von der Anzahl der Pfarreien und der Zahl der Katholiken wird hier festgelegt, wie viel Geld die Kirchengemeindeverbände vom Bistum zur Deckung ihrer Personal- und Sachkosten erhalten. Sie entscheiden dann selbst, wofür das Geld eingesetzt wird.

Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Dekanat Völklingen müssen sich also auf wesentliche Veränderungen einstellen. Konstant bleiben aber beispielsweise auch das Dekanatsbüro in Püttlingen und die Leitung mit Dechant Klaus Leist (Foto: eng) und seinem Stellvertreter Theo Welsch. Zusätzlich zu den Priestern sieht der Strukturplan 28 pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor. Auch soziale Einrichtungen wie die insgesamt 20 katholischen Kindertagesstätten bleiben festgeschrieben.

Auf einen Blick

Die fünf Pfarreiengemeinschaften im Dekanat Völklingen:

Ludweiler-Warndt (mit Ludweiler, Lauterbach, Dorf im Warndt, Emmersweiler, Großrosseln, Geislautern, Wehrden)

Völklingen (mit St. Eligius und St. Michael, Heidstock, Luisenthal, Fenne, Fürstenhausen, Hermann-Röchling-Höhe)

Püttlingen (mit St. Sebastian, Liebfrauen und St. Bonifatius)

Riegelsberg (mit den Pfarreien St. Josef, St. Matthias und Herz-Jesu Köllerbach)

Heusweiler (mit Heusweiler, Kutzhof, Holz und Eiweiler) er

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