Dauerfrost: Rohre bersten im Landkreis

Dauerfrost: Rohre bersten im Landkreis

Tholey/St. Wendel. Ein geplatztes Wasserrohr hat bis gestern in Tholey für Behinderungen gesorgt. Die Leitung war bereits am Dienstag unter der St. Wendeler Straße geborsten, das Wasser durch ein bodennahes Fenster in den Keller eines Wohnhauses geströmt. Wie Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer berichtet, pumpten Kollegen die eisigen Fluten ab

Tholey/St. Wendel. Ein geplatztes Wasserrohr hat bis gestern in Tholey für Behinderungen gesorgt. Die Leitung war bereits am Dienstag unter der St. Wendeler Straße geborsten, das Wasser durch ein bodennahes Fenster in den Keller eines Wohnhauses geströmt. Wie Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer berichtet, pumpten Kollegen die eisigen Fluten ab. Gleichzeitig fror jede Menge Wasser auf der Fahrbahn. Rund anderthalb Stunden seien die Wehrleute ab 15.30 Uhr damit beschäftigt gewesen, das Glatteis und die Überschwemmung zu beseitigen.Von der Havarie waren auch angrenzende Geschäfte betroffen. So musste die Wasserleitung gekappt werden, die unter anderem den Edeka-Markt versorgt.

Gestern ließ die Wasser und Energieversorgung Kreis St. Wendel GmbH (WVW) die Unglücksstelle mit einem Bagger ausheben, wie Rüdiger Holz (47), WVW-Betriebsleiter Rohrnetz, informiert. Die Wasserversorgung sei bereits am Vorabend wieder sichergestellt worden.

Allerdings sei dies beileibe nicht der einzige Zwischenfall. "Es ist einer von sechs an diesem Tag", meldet der Fachmann. Der seit Tagen andauernde strenge Frost halte seit 23. Januar ihn und die WVW-Mitarbeiter auf Trab. Überall im Zuständigkeitsbereich seines kommunalen Unternehmens meldeten Bürger eingefrorene Hausanschlüsse, durch das Eis gesprengte Leitungen und Wasseruhren. Notrufe gebe es unter anderem aus Theley, Osterbrücken, Bliesen, Wolfersweiler, Reitscheid, Sotzweiler sowie Remmesweiler. Am meisten habe die WVW mit rund 30 defekten Hauptleitungen zu tun, gefolgt von 25 durch den Frost zerstörten Wasserzählern und an die 20 durch Eis blockierte Hausanschlüsse.

"Wir sind rund um die Uhr bei der Arbeit", meldet der Fachmann. 18 Mitarbeiter der Betriebsabteilung seien pausenlos gefordert. Dabei trete ein Leck nicht unbedingt gleich zu Tage. Denn durch den bis zu 60 Zentimeter tief gefrorenen Boden dringe das Wasser nicht nach oben. Darum bliebe den Experten nichts anderes übrig, als sich allmorgendlich den Wasserverbrauch in den einzelnen Orten über Zähler melden zu lassen. Holz: "Üblicherweise ist der Verbrauch in den Nachtstunden geringer. Wenn aber in der Nacht ein größerer Durchfluss registriert wird, ist das für uns Indiz für ein eventuelles Leck." Dann machten sich Suchtrupps mit elektronischen Geräten auf den Weg.

In Nonnweiler übrigens halten sich die Schäden nach Angaben des Gemeindewasserwerks in Grenzen. Nur drei Einsätze wurden registriert.

Auf einen Blick

Für den Notfall sind die kommunalen Versorgungsunternehmen im Landkreis folgendermaßen zu erreichen:

- Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel GmbH (WVW), für Freisen, Marpingen, Namborn, Nohfelden, Oberthal, Tholey und St. Wendel zuständig: Telefon (0 68 51) 8 00 30.

- Gemeindewasserwerk Nonnweiler: Telefon (01 71) 6 53 79 25. hgn

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