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Das Ziel heißt eigene Musik machen

Das Ziel heißt eigene Musik machen

St. Wendel. Viele sehr junge Bands, die erst seit wenigen Monaten gemeinsam Musik machen, stellten sich am Samstag der Jury des Wettbewerbs "WND Band Works" (wir berichteten kurz). Viele von ihnen haben großes Potenzial. Daher ermutigte sie die Jury, sich unbedingt im nächsten Jahr noch einmal zu bewerben, sollte es dieses Mal nicht klappen

St. Wendel. Viele sehr junge Bands, die erst seit wenigen Monaten gemeinsam Musik machen, stellten sich am Samstag der Jury des Wettbewerbs "WND Band Works" (wir berichteten kurz). Viele von ihnen haben großes Potenzial. Daher ermutigte sie die Jury, sich unbedingt im nächsten Jahr noch einmal zu bewerben, sollte es dieses Mal nicht klappen.Am Ende hatten Axel Birkenbach, der Leiter der Kulturabteilung der Stadt St. Wendel, der freie Journalist Volker Peter sowie SZ-Redakteurin Melanie Mai fünf Bands aus 14 auszuwählen. Diese fünf Bands werden im kommenden halben Jahr geschult - sowohl musikalisch als auch in allem anderen, was eine Band so wissen muss. So gibt es unter anderem einen Workshop in Pressearbeit, bei der Jungs und Mädels lernen, wie man an Auftritte kommt, wie man professionelle Fotos macht, wie man Songs schreibt. Und sie bekommen eine Demo-CD. Die Krönung ist dann ein Auftritt mit eigenem Programm beim St. Wendeler Stadtfest im Juni. Die Stadt St. Wendel lässt sich "WND Band Works" nun schon zum vierten Mal in Folge 10 000 Euro pro Jahr kosten.

Die Ausbildung sowie die Programmgestaltung übernimmt die Fun Music School (FMS). Und dort ging am Samstag auch das Casting über die Bühne. Vier Stunden lang kümmerten sich Ralph Schäfer-Lösch, der Leiter der FMS, sowie seine jungen Helfer um die Musiker im Alter von elf bis 26 Jahren; stöpselten Gitarren ein, machten den Soundcheck, standen mit Rat und Tat zur Seite. Und die Jury hörte nicht nur von jeder Band ein Lied; sie bat anschließend auch zum Gespräch.

Der Jubel war groß, als Melanie Mai am frühen Abend die Namen der Siegerbands verkündete: Fiat Lux, Effected, Peaches & Cream, Inception und Paroxy. Als Nachrücker, falls eine Band ausfällt, wurden Thrainst und Undiscovered nominiert. Beeindruckend war vor allem die Tatsache, dass die meisten Gruppen sehr flexibel sind, was die Besetzung angeht. So kann beispielsweise Fiat Lux problemlos ein Klavier einbauen, bei Paroxy sind Geige und Keyboard möglich. Das Ziel von allen Musikern ist gleich, was sich im Gespräch herausstellte: Sie wollen nicht nur Coversongs spielen, sondern vor allem eigene Musik machen. Und dabei sollen ihnen die Experten des "Band Works" helfen. him

fun-music-school.de

Ausdauer lohnt sich: Im dritten Anlauf klappte es für Peaches & Cream, zu den Siegerbands zu gehören.
Die Band Paroxy überzeugte nicht nur musikalisch, sondern auch dank einer ausgeprägten Bühnenpräsenz.

sankt-wendel.de