"Das war einfach klasse"

"Das war einfach klasse"

Völklingen. Diesen Tag werden die Spieler des Fußball-Landesligisten FV Diefflen so schnell nicht vergessen! Als krasser Außenseiter waren sie zum Hallenmasters-Finale nach Völklingen gefahren, und dann stürmten sie dort bis ins Finale. "Ich bin total stolz auf die Mannschaft und auf unsere Fans, die einfach geil sind", jubelte Trainer Thomas Remark

Völklingen. Diesen Tag werden die Spieler des Fußball-Landesligisten FV Diefflen so schnell nicht vergessen! Als krasser Außenseiter waren sie zum Hallenmasters-Finale nach Völklingen gefahren, und dann stürmten sie dort bis ins Finale. "Ich bin total stolz auf die Mannschaft und auf unsere Fans, die einfach geil sind", jubelte Trainer Thomas Remark. Mehr als 300 Anhänger der Dieffler waren unter den knapp 3000 Zuschauern in der Hermann-Neuberger in Völklingen - und sie sorgten für eine Wahnsinns-Stimmung. In der Vorrunde sah es zunächst nicht so aus, als könnte Diefflen etwas reißen. Nach zwei Spielen standen die Rot-Weißen sogar schon vor dem Turnier-Aus. In der ersten Partie lag das Team gegen Titelverteidiger Borussia Neunkirchen 0:2 zurück, schaffte dann dank zweier Tore von Chris Haase noch ein 2:2-Unentschieden. Dann folgte eine knappe 1:2-Niederlage gegen den FC Hertha Wiesbach (Tor: Maik Walter). Nur ein Punkt nach zwei Spielen - damit war Diefflen vom Halbfinale weit entfernt. Doch dann fegte Wiesbach Neunkirchen mit 4:0 aus der Halle. Und das bedeutete, dass Diefflen ein Sieg gegen Schlusslicht Bübingen zum Weiterkommen reichen würde. Mit 4:0 bezwang der FVD dann auch dank einer überragenden Leistung von Chris Haase, der drei Tore erzielte, die Bübinger. Danach war der Jubel im FVD-Lager riesengroß. "Einfach klasse", freute sich Thomas Remark nach dem Schlusspfiff. Aber es sollte noch besser für die Rot-Weißen kommen. Das Halbfinale des FVD gegen den SV Auersmacher war eines der besten Spiele der Masters-Geschichte. 15 Minuten lang ging es in hohem Tempo und auf hohem Niveau hin und her: 1:0 für Diefflen durch Chris Haase, dann das 1:1 durch Lukas Hektor. Chris Haase zum 2:1, dann Tim Stegerer und Sascha Arand zum 3:2 für Auersmacher. Danach das dritte Tor von Chris Haase zum 3:3 - und sogar das 4:3 für Diefflen durch Maik Walter. Zwei Minuten vor dem Ende dann der 4:4-Ausgleich durch Jonas Hektor. Dabei blieb es bis zum Schluss. In der Verlängerung trafen Maik Walter für den FVD und Tim Stegerer für Auersmacher, so dass es nach 20 Minuten 5:5 hieß. Im anschließenden Siebenmeterschießen sicherte dann FVD-Schlussmann Dennis Gilgemann mit zwei gehaltenen Strafstößen seiner Elf den 9:8-Erfolg und die Finalteilnahme. Im Endspiel traf Diefflen dann erneut auf Wiesbach. Zehn Minuten lang hielt der FVD gegen die beste Mannschaft des Turniers gut mit. 2:2 stand es da durch Tore von Christian Krämer und Carsten Ackermann für Wiesbach und Maik Walter und Serkan Geldi für Diefflen. Dann aber zog der FCW durch Patrick Ackermann (2) und Carsten Ackermann (1) auf 5:2 davon. Chris Haase verkürzte noch einmal auf 3:5, doch das half nichts mehr. Carsten Ackermann sorgte für den 6:3-Endstand. "Hertha hat verdient gewonnen. Die individuelle Klasse der Brüder Ackermann hat den Ausschlag gegeben", fand TVD-Trainer Remark. Trotz der Finalniederlage feierten die Dieffler mit ihren Fans ausgiebig. Schöne Geste am Rande: Auf Plakaten wünschten die FVD-Anhänger ihrem verletzten Kapitän Carsten Hepper, der mit einem Lungenanriss im Krankenhaus liegt, gute Besserung. Weil Carsten nicht da sein konnte, nahmen die Rot-Weißen beim Mannschaftsbild kurzerhand dessen Frau Anja mit auf die Fotos.