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Das Völklinger Stadtarchiv öffnet seine Tore

Das Völklinger Stadtarchiv öffnet seine Tore

Völklingen. Das Stadtarchiv Völklingen lädt am Donnerstag, 11. April, zu einem Tag des offenen Archivs ein. In der Zeit von 15 bis 19 Uhr finden Interessierte die Gelegenheit, die Räume der Einrichtung im alten Bahnhofsgebäude zu besichtigen

Völklingen. Das Stadtarchiv Völklingen lädt am Donnerstag, 11. April, zu einem Tag des offenen Archivs ein. In der Zeit von 15 bis 19 Uhr finden Interessierte die Gelegenheit, die Räume der Einrichtung im alten Bahnhofsgebäude zu besichtigen. Archivar Christian Reuther lädt unter anderem zu kleinen Rundgängen ein, bei denen sich die Gäste über seine Arbeit und die Aufgaben des Archivs informieren können. Die Führungen finden jeweils um 15.15, 16.15, 17.15 und 18.15 Uhr statt.Bereits vor der Stadtwerdung Völklingens existierten Orte, an denen rechtlich wichtige, die Belange des Bürgermeistereibezirks betreffende Unterlagen untergebracht waren. Für das 18. Jahrhundert ist eine Kiste belegt, in der der Meier des Völklinger Hofs die wesentlichen Dokumente aufbewahrte. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwahrte der jeweilige Bürgermeister die bedeutsamsten Schriftstücke bei sich in Schränken. Eine Archivablage wurde 1876 eingerichtet, als die Industriegemeinde Völklingen ihr Bürgermeistereigebäude neu baute.

Völklingens Stadtarchiv galt in der Nachkriegszeit als Musterarchiv, das anderen Einrichtungen des Saarlandes als Vorbild diente, heißt es in der Ankündigung der Stadtpressestelle. Mit dem Umzug der Verwaltung in das neuerbaute Rathaus am Rathausplatz wurde auch das Stadtarchiv 1970 dorthin verlagert. 1992 wanderten große Teile der älteren Archivbestände nach Fürstenhausen in die Waldschule am Hasseleich. Seit 2006 befindet sich das Völklinger Stadtarchiv im 1893 erbauten und 1992 unter Denkmalschutz gestellten Alten Bahnhof.

Das Archiv ist veranstwortlich für die historische Überlieferung der Mittelstadt Völklingen, bestehend aus den Stadtteilen Fenne, Fürstenhausen, Geislautern, Heidstock, Röchling-Höhe, Lauterbach, Ludweiler, Luisenthal, Völklingen (Stadtmitte) und Wehrden. Für die Zeit vor der Stadtwerdung Völklingens im Jahre 1937 sind Dokumente des Bürgermeistereibezirks Völklingen (dazu gehörten die Gemeinden Fürstenhausen, Geislautern, Völklingen und Wehrden) hinterlegt. Vereinzelt sind Unterlagen der Gemeinde Püttlingen vorhanden, die von 1815 bis 1868 ebenfalls zu diesem Verwaltungsbezirk zählte. Das Stadtarchiv verwahrt darüber hinaus auch die Unterlagen des ehemaligen, 1974 im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform aufgelösten Amts Ludweiler (Dorf im Warndt, Emmersweiler, Großrosseln, Karlsbrunn, Lauterbach, Ludweiler, Nassweiler und St. Nikolaus) und dessen Vorgängerinstitutionen.

Überdies sammelt das Archiv weiteres Material, das das Bild der Völklinger Stadtgeschichte erweitert. Dazu zählen unter anderem Kunstwerke zeitgenössischer Maler oder Nachlässe und Sammlungen von Personen der lokalen Zeitgeschichte oder von Vereinen. red