Das unheimliche Hecken-Déjà-vu

Wenn man glaubt, etwas, das jetzt passiert, früher schon mal erlebt zu haben, dann nennt man das "ein Déjà-vu haben". Ich habe seit Wochen ein Déjà-vu, ein Josef-Hecken-Déjà-vu. Wobei Josef Hecken in der Geschichte, die ich schon zu kennen glaube, jetzt Sebastian Pini heißt.Josef Hecken war Staatssekretär im saarländischen Gesundheitsministerium

Wenn man glaubt, etwas, das jetzt passiert, früher schon mal erlebt zu haben, dann nennt man das "ein Déjà-vu haben". Ich habe seit Wochen ein Déjà-vu, ein Josef-Hecken-Déjà-vu. Wobei Josef Hecken in der Geschichte, die ich schon zu kennen glaube, jetzt Sebastian Pini heißt.Josef Hecken war Staatssekretär im saarländischen Gesundheitsministerium. Obwohl er nur die Nummer zwei im Ministerium war, stand seine Ministerin, Regina Görner, in seinem Schatten. Die öffentlichkeitswirksamen Auftritte absolvierte meistens der Staatssekretär. Warum seine Partei, die CDU, den Staatssekretär so ins Licht schob, wurde irgendwann klar: Josef Hecken wurde als Oberbürgermeister-Kandidat gegen Charlotte Britz (SPD) ins Rennen geschickt. Das war 2004.Sebastian Pini ist Staatssekretär im saarländischen Gesundheitsministerium. Obwohl er dort die Nummer zwei ist, steht der Minister in seinem Schatten. Ich bin mir sicher, dass mein Déjà-vu weitergeht und Pini von seiner Partei, der FDP, Ende 2011/Anfang 2012 als Oberbürgermeister-Kandidat gegen Britz ins Rennen geschickt wird.Hecken hat 2004 verloren - und doch gewonnen. Er hat Karriere gemacht. Er wurde erst Landesminister, dann Präsident des Bundesversicherungsamtes, einer der größten Behörden der Republik, und ist jetzt Staatssekretär im Bundes-Familienministerium. So einer hätte uns gut getan in Saarbrücken. So einer, und da endet das Déjà-vu, ist aber gerade nicht ins Sicht.

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