Das schnellste Bobby-Car gewinnt

Das schnellste Bobby-Car gewinnt

Der Verein Saar-Bobbys aus Limbach war stolz darauf, die Deutsche Meisterschaft im Bobby-Car-Fahren ins Saarland geholt zu haben. Knapp 80 Fahrer wagten sich auf die 852 Meter lange Strecke.

Limbach. Sie sind leise, klein und schnell, eine bessere Energiebilanz kann man sich eigentlich gar nicht wünschen. Jeder kennt sie, die Bobby-Cars, die putzigen vierrädrigen Kleinkinderfortbewegungsmittel. Seit 1972 sind die Plastikteile auf dem Markt, und seit etwa 20 Jahren gibt es Meisterschaften, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Deutsche Meisterschaften (DM).Zum zweiten Mal wurde nun eine DM ausgetragen und zum ersten Mal im Saarland, im beschaulichen Schmelzer Ortsteil Limbach. Die Veranstalter von den Saar-Bobbys aus Limbach sind stolz, so die Vorsitzende des vor einem Jahr gegründeten Clubs, Anja Arnold, die Meisterschaft nach Limbach geholt zu haben. Die abschüssige Schulstraße war zwei Tage lang komplett gesperrt, in Plastikfolie verpackte Heuballen in den Kurven schützten die Rennfahrer vor Verletzungen. Mit mehr als 70 Stundenkilometern bretterten die Rennfahrer aus ganz Deutschland, Luxemburg und Frankreich die Straßen hinunter, da konnte einem schon mulmig werden, Unfälle gab es allerdings keine, obschon der ein oder andere in den Heuballen landete.

In vier Klassen gingen die Fahrerinnen und Fahrer an den Start, die Jüngsten waren zwischen drei und sechs Jahren, die fuhren allerdings deutlich langsamer und auf kürzerer Strecke. Nach den Kids kamen die Jugendlichen, die Amateure und die Profis. Insgesamt begaben sich knapp 80 Fahrer auf die 852 Meter lange Strecke. Schirmherr war der Privatradiosender Radio Salü. Der Sender schickte seine gut gelaunten Sprecher nach Limbach, die die Rennen kommentierten. Zudem war die Feuerwehr als Streckenposten im Einsatz, auch das DRK zeigte Präsens.

Sieger bei den Profis waren: Platz eins Marcel Paul aus Hessen, ihm folgten auf Platz zwei Pierre Feller aus Luxemburg und auf Rang drei Lokalmatador Frank Leistmann von den Saar-Bobbys.

Amateure: Platz eins Dominik Rivola (Bayern), Sebastian Heuring (Bayern) und Gerrit Bruns aus Ostwestfalen.

Jugend: Platz eins Max Scholer von den Saar-Bobbys, Platz zwei Stefan Kusch (Hessen) und Bastian Thoma aus Baden-Württemberg.

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