1. Saarland

Das Schlüsselprojekt kommt weiter voran

Das Schlüsselprojekt kommt weiter voran

St. Wendel. Dort, wo früher der Neubau des Kaufhauses Schaadt in der St. Wendeler Innenstadt stand, ist jetzt eine mehrere Meter tiefe Baugrube entstanden. Die Spitzen von 21 Betonpfählen sind zu sehen. Sie reichen bis zu neun Meter in den Untergrund, gründen auf felsigem Boden. Auf diese Säulen werden Betonbalken gelegt und darauf die Bodenplatte gegossen

St. Wendel. Dort, wo früher der Neubau des Kaufhauses Schaadt in der St. Wendeler Innenstadt stand, ist jetzt eine mehrere Meter tiefe Baugrube entstanden. Die Spitzen von 21 Betonpfählen sind zu sehen. Sie reichen bis zu neun Meter in den Untergrund, gründen auf felsigem Boden. Auf diese Säulen werden Betonbalken gelegt und darauf die Bodenplatte gegossen. In zwei bis drei Wochen soll diese Platte betoniert werden. Dann werden die drei Geschosse des Rohbaus hochgezogen. Bis Sommer soll der Rohbau stehen.Diese Arbeiten am ehemaligen Gebäudekomplex Schaadt gehören zum zweiten Bauabschnitt dieses Großprojektes der Stadt St. Wendel. Bürgermeister Klaus Bouillon informierte vor Ort über den Stand der Arbeiten. Neben dem Neubau gehört zum zweiten Bauabschnitt auch die Sanierung des Schaadt-Altbaus. Im Altbau sind die Holzbalkendecken frei gelegt und statisch überprüft worden. Die Holzbalken werden stabilisiert und verstärkt. Im ersten Untergeschoss werden neue Stahlbetondecken eingezogen. In zwei bis drei Wochen rücken die Zimmerer und Dachdecker an. An Stelle des ehemaligen Pralinenstübchens entsteht eine Gasse, eine direkte Verbindung der Fußgängerzone mit der Mott.

Der erste Bauabschnitt befasst sich mit dem Neu- und Umbau des ehemaligen Gebäudekomplexes Colbus. "Die Arbeiten liegen voll im Kosten- und Zeitplan", sagt Bürgermeister Bouillon. Im Altbau des Hauses Colbus sind die Sandsteinflächen in den Kellergewölben saniert worden. Der Boden im Keller aus alten Sandsteinplatten und neuen Klinkern ist verlegt. Die Putzreste an den Wänden des Altbaus sind entfernt. Die Außenmauern werden, sobald es die Witterung zulässt, weiter verputzt. Alle Holzfenster sind inzwischen eingebaut. Die Haustür und einige bodentiefe Fenster am Haus Stein werden in den nächsten Wochen eingefügt. Am Neubau des Komplexes Colbus werden in etwa vier Wochen die restlichen Verglasungselemente sowie die Eingangstüren in der Graben- und Schloßstraße eingebaut. In den nächsten Wochen wird die Stadt weitere Gewerke ausschreiben. So für die Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallation und Schlosserarbeiten in beiden Bauabschnitten sowie für Fenster- und Türelemente sowie Flachdacharbeiten am Neubau des ehemaligen Hauses Schaadt.

Der Umbau des Gebäudekomplexes Colbus/Schaadt ist für Klaus Bouillon "ein Schlüsselprojekt" der Entwicklung des Stadtzentrums. Nach Fertigstellung im kommenden Jahr werden hier große Teile der Stadtverwaltung untergebracht. 14 000 Kubikmeter umbauter Raum werden entstehen, die Grundfläche des Komplexes beträgt 4200 Quadratmeter. In Richtung Fruchtmarkt ist im Erdgeschoss auf insgesamt 360 Quadratmetern Platz für Geschäfte. Die Investitionen summieren sich auf zwölf Millionen Euro. Rund sieben Millionen Euro kommen laut Bürgermeister als Zuschüsse des Landes. Er stehe mit dem Land weiter in Verhandlungen und hoffe auf zusätzliche Förderbescheide, so der Verwaltungschef.