1. Saarland

Das personifizierte Geschichtsbuch der Stadt

Das personifizierte Geschichtsbuch der Stadt

Neunkirchen. Wieder einmal steht Horst Schwenk im Büro des Oberbürgermeisters. Wieder einmal hat er eine Idee, die er im Interesse der Stadt verwirklichen will. "Terrier" nennt ihn Ex-Oberbürgermeister Friedrich Decker. Horst Schwenk kann sich festbeißen. Immer im Interesse seiner Stadt. Viele Spuren hat Schwenk in seinem unermüdlichen Engagement für die Stadt hinterlassen

Neunkirchen. Wieder einmal steht Horst Schwenk im Büro des Oberbürgermeisters. Wieder einmal hat er eine Idee, die er im Interesse der Stadt verwirklichen will. "Terrier" nennt ihn Ex-Oberbürgermeister Friedrich Decker. Horst Schwenk kann sich festbeißen. Immer im Interesse seiner Stadt. Viele Spuren hat Schwenk in seinem unermüdlichen Engagement für die Stadt hinterlassen. Der Erwerb einer Kopie des Karcherbrunnens und dessen Aufstellung auf dem Oberen Markt ist seiner Schaffenskraft zuzuschreiben. Die Gründung des "Historischen Vereins Stadt Neunkirchen" ist sein Werk. Die Gestaltung und die Sauberhaltung der grünen Insel mit dem Willkommensstein an der Scheibstraße erhebt Schwenk zu seiner Aufgabe. Er sorgt dafür, dass die Erinnerung an die beiden Neunkircher Schlösser nicht erlischt. Er forscht auch intensiv in der Geschichte der Residenzen.Allergisch reagiert er auf die "archivierten Fehler", die immer wieder in der Forschung vorkommen. Er trägt eifrig Sorge, dass sie ausgemerzt werden. Dass die Replik eines Eckturmes des Renaissance-Schlosses in der Irrgartenstraße steht, ist seiner emsigen Sponsorensuche zu verdanken. Dass die Postfiliale auf der Scheib drei Jahre länger erhalten blieb, ermöglichte der Einsatz von Horst Schwenk.

Er unterhält zudem das wohl größte private Literatur- und Bilderarchiv für eine Stadt im weiten Umfeld. Vorträge und Ausstellungen arrangiert er und findet große Resonanz. Horst Schwenk ist das personifizierte Geschichtsbuch der Stadt Neunkirchen, aber auch der engagierte Bürger nach Maß. "Habe ich Erfolg, freut es mich. Wenn ich feststelle, dass dieser Erfolg dann im Nachhinein viele Väter hat, naja, dann freut es mich auch", gibt sich Schwenk bescheiden. Neunkirchen ist für den Elektroinstallationsmeister, Jahrgang 1936, "Heimat". "Hier habe ich meine Wurzeln", versichert er. Deshalb setzt er sich auch für die Nutzung des eigentlichen Stadtwappens ein, des Symbols der Geschichte dieser Stadt.

Auf dem Eisenwerk war sein berufliches Tätigkeitsfeld, wo er unter anderem viele Jahre Ausbildungsmeister war. Dafür wurde er mit der Ehrenmedaille der Handwerkskammer und des Saarlandes für seine Verdienste um die Saarwirtschaft in seiner Eigenschaft als ehrenamtlicher Prüfer ausgezeichnet. Im TuS 1860 trieb er keinen Sport. "Ich steckte nur im Blaumann", gesteht er. Denn als Technischer Leiter des TuS 1860 hatte er in ehrenamtlicher Funktion alle Hände voll zu tun. Er freut sich, dass er in seiner Familie - neben Ehefrau Helga zwei Kinder und vier Enkel - so viel Verständnis für seine Arbeit findet.