Das neue Jahr mit Sorgenfalten

Das neue Jahr mit Sorgenfalten

Die politische Verschnaufpause geht zu Ende. Ab Montag darf wieder regiert und opponiert werden. Gewiss, Prognosen sind schwierig, zumal, wenn sie die Zukunft betreffen. Doch man braucht kein Prophet zu sein: Das neue Jahr wird kein Zuckerschlecken fürs Land. Die Krise dürfte voll auf dem Arbeitsmarkt ankommen

Die politische Verschnaufpause geht zu Ende. Ab Montag darf wieder regiert und opponiert werden. Gewiss, Prognosen sind schwierig, zumal, wenn sie die Zukunft betreffen. Doch man braucht kein Prophet zu sein: Das neue Jahr wird kein Zuckerschlecken fürs Land. Die Krise dürfte voll auf dem Arbeitsmarkt ankommen. Es wird sich zeigen, in welchem Ausmaß millionenschwere Konjunkturprogramme und Kurzarbeit die wirtschaftlichen Verwerfungen abfedern können. Landesvater Peter Müller hat gleich die Neujahrsansprache genutzt, um uns auf schwierige Zeiten einzustimmen. Da waren keine Schalmeienklänge zu hören, mit denen man noch vor Monaten auf Stimmenfang ging. Die Jamaika-Koalition, noch auf Selbstfindungskurs, steht bei den Haushaltsberatungen 2010 vor ihrer ersten Bewährungsprobe. Die nächsten Wochen werden Auskunft darüber geben, wie belastbar das Koalitionspapier ist. Angesichts der grausamen Kassenlage droht manches Wahlversprechen zum Wahlversprecher zu werden. Erfreuliches hört man vom "linken" Krankenlager. Landeschef Rolf Linsler hat nach seinem Oberschenkelhalsbruch mit einem neuen Hüftgelenk die Klinik verlassen. Die Ärzte sind mit dem Patienten zufrieden. Dass es gerade das linke Bein getroffen hat, darüber kann selbst Linsler schmunzeln . . . Jetzt steht die ambulante Reha an. Voraussichtlich Anfang Februar wird Linsler wieder offiziell in die Politik einsteigen. Auf dem Weg der Genesung ist nach seiner Krebsoperation auch Oskar Lafontaine. Und es darf weiter munter spekuliert werden, wann er etwas zu seiner weiteren politischen Zukunft sagen wird.

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