"Das ist ein wahnsinniger Kick"

St. Wendel. Am Wochenende steigt im Wendelinuspark das große Finale der diesjährigen Supermoto-Saison. Und während Dirk Spaniol und Co sich in den Klassen S1 und S2 um den Titel des deutschen Meisters raufen, geht es für Marco Zielinski und die weiteren 81 Starter der Mixed-Klassen um mehr: Den Titel des Saarlandmeisters gibt es für sie zu gewinnen

 Quer ist mehr: Bei Supermoto-Rennen geht's spektakulär zu. Rasante Beschleunigung auf den Geraden, wilde Drifts in den Kurven, hohe Sprünge über die Hügel faszinieren Fahrer und Fans.Foto: atb

Quer ist mehr: Bei Supermoto-Rennen geht's spektakulär zu. Rasante Beschleunigung auf den Geraden, wilde Drifts in den Kurven, hohe Sprünge über die Hügel faszinieren Fahrer und Fans.Foto: atb

St. Wendel. Am Wochenende steigt im Wendelinuspark das große Finale der diesjährigen Supermoto-Saison. Und während Dirk Spaniol und Co sich in den Klassen S1 und S2 um den Titel des deutschen Meisters raufen, geht es für Marco Zielinski und die weiteren 81 Starter der Mixed-Klassen um mehr: Den Titel des Saarlandmeisters gibt es für sie zu gewinnen. Die Finalteilnehmer um den Preis des Saarlandes werden ab Samstagmittag, 16.30 Uhr, in zwei Halbfinalläufen ermittelt. Und da will sich Zielinski die Finalteilnahme sichern. Das wäre dann quasi das Sahnehäubchen auf einer sehr erfolgreichen Saison, denn vor zwei Wochen gewann der 36-jährige Supermoto-Fahrer aus Oberkirchen den Titel in der Aprilia-Cup-Serie. "Ich habe vorher zwar auch hin und wieder mal Rennen gewonnen, aber eine ganze Serie, das habe ich noch nie geschafft. Von daher ist es sportlich mein bislang größter Erfolg", erzählt der Stuckateur. Seit 1998 fährt er Supermoto. "Aber eigentlich habe ich mit dem Motorrad-Sport schon früher angefangen, so mit 18. Damals sind wir auf dem Hoxberg und hier in der Gegend Cross gefahren, irgendwann habe ich mir dann eine KTM mit Straßenzulassung gekauft und Supermoto-Reifen aufgezogen. Das hat riesigen Spaß gemacht, und so bin ich dabei geblieben." 2000 schloss sich Zielinski dem DSR-Team von Dirk Spaniol an, wo er erste Renn-Erfahrungen sammelte, 2005 wechselte er zu K&K-Racing nach Bexbach. Was er am Supermoto-Sport liebt? "Die Beschleunigung auf den Geraden, dann driftet man fast quer durch die Kehren und im Off-road-Bereich geht es meterhoch über die Sprung-Hügel, das ist ein wahnsinniger Kick. Diese Maschinen am Limit zu beherrschen, das ist es, was Supermoto ausmacht", schwärmt Zielinski. Diese Liebe ist teuer: "Die Saison kostet zwischen 3000 und 5000 Euro - und da ist das Motorrad nicht eingerechnet. Das Problem ist, dass es nur ganz wenige Sponsoren gibt." Nicht zuletzt deshalb startete er dieses Jahr im Aprilia-Cup, einer Serie, in der alle Starter mit einheitlichen Maschinen antreten und in der fahrerisches Können mehr wiegt als das große Geld für bessere Teile und mehr Testfahrten. "Die Aprilia habe ich über K&K-Racing zu guten Konditionen bekommen,die Teilnahme an der Serie kostete mich rund 1600 Euro." Dafür gab es vom Hersteller einen Satz Reifen, Stiefel, Handschuhe, eine Lederkombi, Protektoren sowie einen Helm. "Und zudem eine tolle Betreuung während der ganzen Saison", erklärt der Oberkirchener. Von größeren Verletzungen wurde Zielinski während seiner zehnjährigen Motorsport-Karriere übrigens größtenteils verschont: "Klar holt man sich mal ein paar Prellungen oder Verstauchungen, aber ich hatte noch nie etwas gebrochen. Ich glaube, Fußball ist gefährlicher." Am Wochenende geht es nun also in St. Wendel zum letzten Ritt der Saison - und einen Platz unter den ersten Drei hat der Oberkircher angepeilt: "Die ganze Familie kommt, zudem viele Freunde, da will man schon zeigen, was man kann."

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort