Das ist die perfekte Falle

Das ist die perfekte Falle

All das, was eine Steckdose braucht - diese Woche habe ich versucht, es zu zählen. Was hat man da nicht alles angehäuft. Das fängt an beim morgendlichen Zähneputzen mit der elektrischen Bürste und mit dem Föhn, dann kommt die Kaffeemühle zum Einsatz, der Wasserkocher, man braucht den Kühlschrank und die Herdplatte fürs Frühstücksei

All das, was eine Steckdose braucht - diese Woche habe ich versucht, es zu zählen. Was hat man da nicht alles angehäuft. Das fängt an beim morgendlichen Zähneputzen mit der elektrischen Bürste und mit dem Föhn, dann kommt die Kaffeemühle zum Einsatz, der Wasserkocher, man braucht den Kühlschrank und die Herdplatte fürs Frühstücksei. Allein die Küche - eine Massenansammlung von kleinen und großen Helferlein: elektrisches Messer, Pürierstab, Mixer, Entsafter, Wasserboiler, Dunstabzugshaube. Nur der Mülleimer-Deckel lässt sich noch mechanisch bewegen.Unterhaltungselektronik kommt auch noch hinzu: Stereoanlage, Fernseher, PC, Laptop - was vergessen? Telefonieren, Wäsche waschen und trocknen, es springt die Heizung an und die Fritteuse wird heiß. Und dann erst die Beleuchtung!

Irgendwann habe ich es aufgegeben mit dem Zählen der vom Strom abhängigen Gegenstände. Und mich erinnert an eine längst verstorbene Frau. Vor knapp 30 Jahren habe ich sie kennengelernt. In einem alten Bauernhaus - ganz ohne Strom. Damals habe ich es versäumt mal nachzufragen, wie es sich so lebt ohne Föhn und Küchen-Firlefanz. Und ohne Stromrechnung. Das Dumme ist ja, dass man all die Stromfresser nicht mehr missen möchte. Was nichts anderes ist als die perfekte Falle. Ist man einmal drin, kommt man nicht mehr raus.