Das Grasdach soll die Attraktion werden

Das Grasdach soll die Attraktion werden

Altstadt. Heiner Schech war die Freude über das neue Vereinsheim merklich anzusehen: "Das ist wirklich eine tolle Leistung, die Anlage mit einem solchen Gebäude zu bereichern. Das tut uns sicherlich gut und bringt uns neue Impulse", war der langjährige und inzwischen über 85-jährige Vorsitzende des Altstadter Rassegeflügelzuchtvereins voll des Lobes über die neue Attraktion

Altstadt. Heiner Schech war die Freude über das neue Vereinsheim merklich anzusehen: "Das ist wirklich eine tolle Leistung, die Anlage mit einem solchen Gebäude zu bereichern. Das tut uns sicherlich gut und bringt uns neue Impulse", war der langjährige und inzwischen über 85-jährige Vorsitzende des Altstadter Rassegeflügelzuchtvereins voll des Lobes über die neue Attraktion. Rechterhand des Eingangs gelegen, wurde der Bau genau in Jahresfrist in die Tat umgesetzt, und zwar komplett in Eigenregie durch Mitglieder des Vereins. Das Vereinsfest bot nun den Rahmen für die Einweihung des Neubaus.Der Clou des Domizils: Das gegen Norden geneigte Pultdach wird noch eine Begrünung erhalten und sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Aber nicht nur dieses geplante Grasdach begeisterte die Besucher bei der Eröffnung, auch der funktional eingerichtete Gast- und Tagungsraum sowie die Sanitäranlagen fanden allenthalben Anerkennung. "Am 1. Juli voriges Jahr haben wir den Grundstein gelegt, und auf den Tag genau zwölf Monate später feiern wir Einweihung", skizzierte Hans-Joachim Fuchs den punktgenau durchgezogenen Neubau. 3000 Arbeitsstunden haben nach seinen Worten die Mitglieder investiert, um das Vorhaben Realität werden zu lassen. "Das alles so reibungslos geklappt hat, lag vor allem am harten Kern der ehrenamtlichen Helfer. Allein die Familie unserer Vorsitzenden Petra Müller hat die Hälfte dieser Stunden geleistet, ich selbst war mit 1000 Stunden mit von der Partie", erläuterte Fuchs. Auf diese Weise kostete die neue Heimstatt den Verein im Endeffekt nur 8000 Euro; die Gemeinde Kirkel ließ sich nicht lumpen und trug mit 30 000 Euro ein ansehnliches Scherflein dazu bei.

Blickfang beim Fest zur Einweihung war indes auch der überdimensionale Grill. Als besonderer Magnet erwies sich einmal mehr auch die traditionelle Konkurrenz im Hahnwettkrähen: Bei dem Ohren betäubenden Spektakel wurden 25 Gockel unterschiedlicher Rassen und Größen ins Rennen geschickt. Eine halbe Stunde führten die Juroren genau Buch über jedes Kikeriki, dass den Schnäbeln der stolzen Kammträger entsprang. Auf rund 100 Schreie binnen 30 Minuten brachte es sage und schreibe ein Zwergkämpfer aus Völklingen, der damit seinen Halter ganz oben aufs Siegerpodest hievte. Ganz im Gegensatz zu dem siegreichen Miniaturhahn war der Zweitplatzierte der Rasse "New Hampshire" ein korpulenter Goliath; mit 98 Krährufen zog dieser freilich knapp den Kürzeren gegen den gefiederten David. Wer wollte, konnte als Besucher auch einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen und die einzelnen Zuchtparzellen unter fachkundiger Führung in Augenschein nehmen. bam

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