Das Gefühl im Saarland angekommen zu sein

Das Gefühl im Saarland angekommen zu sein

Püttlingen. Der deutsche Frauenring Saar (Leitung: Rosemarie Kelter) hat in Zusammenarbeit mit der Köllertaler Integrationsstelle für Zuwanderer (KIZ) eine neue Seminarreihe für Frauen ins Leben gerufen und auch finanziert. Bislang haben sich zehn Teilnehmerinnen angemeldet. Sie stammen überwiegend aus der ehemaligen Sowjetunion. Ziel der Reihe, die am Mittwoch, 20

Püttlingen. Der deutsche Frauenring Saar (Leitung: Rosemarie Kelter) hat in Zusammenarbeit mit der Köllertaler Integrationsstelle für Zuwanderer (KIZ) eine neue Seminarreihe für Frauen ins Leben gerufen und auch finanziert. Bislang haben sich zehn Teilnehmerinnen angemeldet. Sie stammen überwiegend aus der ehemaligen Sowjetunion. Ziel der Reihe, die am Mittwoch, 20. Januar, um 18 Uhr im Püttlinger Unternehmerzentrum beginnt, ist es, dass die Teilnehmerinnen das Gefühl bekommen, im Saarland angekommen zu sein, dass sie auch wissen, wo sie sich hinwenden können und wo sie unterstützt werden.Vier Termine sind vorgesehen. Weil es sich um ein Projekt handelt, können insgesamt maximal 15 Frauen daran teilnehmen. Falls sich mehr Interessentinnen melden - "Wer sich meldet, der ist willkommen." (Zitat Kelter) - wird eine zweite Projektrunde folgen. Da sich die Veranstaltungen um das Thema "Integration" drehen, können im Prinzip auch Deutsche daran teilnehmen. Probleme erkennenDie Püttlinger Frauenbeauftragte Anette Schneider, die ebenso wie Toni Job, der Leiter der Püttlinger Stabsstelle Wirtschaft, Arbeit und Soziales, mit im Boot ist, wurde beim Verteilen der Plakate von einer Frau, die aus Österreich stammt, angesprochen. Sie habe gesagt: "Ich lebe schon lange hier, aber ich ecke immer noch an." Die Projektleiter wollen herausfinden, wo es haktw was die Zuwanderinnen stört und wo sie sich nicht zuhause fühlen.Sagen was bedrücktDazu müssen sich die Teilnehmerinnen öffnen, sagen, was sie bedrückt, erzählen, wie sie aufgenommen wurden, verraten, was sie bemängeln. "Wir wollen hellhörig werden", erklärt die Frauenbeauftragte. Damit all diese Ziele erreicht werden, hat man für die ersten beiden Termine Ingrid Weitzel engagiert, eine Psychologin, die an der Homburger Uni-Klinik arbeitet. Am ersten Abend will man das Kennenlernen mit Hilfe von assoziativen Bildbetrachtungen und spontanem Erzählen erleichtern. In der zweiten Woche geht es um Rollenverhalten, Wünsche und Vorstellungen. Am 3. Februar steht die interkulturelle Kommunikation im Mittelpunkt, und bei der vierten und letzten Veranstaltung erhalten die Frauen handfeste Infos über Bildungsangebote und Adressen von Anlaufstellen bei Problemen. "Wir gucken mal, wie es wird", sagt Rosemarie Kelter. Und dann erzählt sie, dass ähnliche Projekte bereits in Hamburg, München und Oldenburg durchgeführt wurden. Damit das Ganze eine runde Sache wird, ist auch eine Podiumsdiskussion geplant. Dazu will man Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport einladen. Auch eine Vortragsreihe ist angedacht. Infos bei: KIZ-Leiterin Anne Trampert, Telefon (0 68 98) 69 81 73.

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