1. Saarland

Das Fünfsatz-Wunder des TV Holz

Das Fünfsatz-Wunder des TV Holz

Holz. "Heute ist ein kleines Wunder geschehen: Wir haben den fünften Satz eines Spiels gewonnen! Und damit gleichzeitig Revanche für unsere Niederlage im Hinspiel genommen", freute sich Ebba Schröder, Diagonalspielerin und Pressesprecherin beim Volleyball-Oberligisten TV Holz

Holz. "Heute ist ein kleines Wunder geschehen: Wir haben den fünften Satz eines Spiels gewonnen! Und damit gleichzeitig Revanche für unsere Niederlage im Hinspiel genommen", freute sich Ebba Schröder, Diagonalspielerin und Pressesprecherin beim Volleyball-Oberligisten TV Holz. Ihre Mannschaft siegte im Spitzenspiel beim Tabellenführer TSG Mainz-Bretzenheim mit 3:2 und setzte sich dabei erstmals in dieser Saison im Tiebreak durch, nachdem man dem TV Holz schon eine "Tiebreak-Phobie" nachgesagt hatte.Die Partie zwischen dem Tabellenführer und dem Tabellendritten war ungeheuer spannend. Im ersten Satz triumphierte Holz mit 25:22 und brach damit eine Serie des Tabellenführers, der in dieser Saison noch nie einen ersten Satz verlor. Damit demoralisierte Holz die Gastgeber allerdings nicht, sondern reizte sie eher. Mainz drehte mächtig auf, lag im zweiten Satz ständig vorne, führte schon mit 18:9, als Holz eine sensationelle Aufholjagd startete und in Führung ging. Beim Stande von 24:23 hatte Holz Satzball. "Leider wurden diese Mühen nicht belohnt, Mainz hat den Satz schließlich doch noch 27:25 gewonnen", erzählte Schröder.

Im dritten Satz ließ Holz etwas nach, verlor mit 19:25. "Unser Trainer Bernd Zewe war richtig wütend, weil er fand, wir würden das Spiel einfach so verschenken, nachdem wir doch vorher so gut gespielt hatten. Das größte Problem war, dass wir keinen ordentlichen Angriff mehr aufbauen konnten, sondern nur damit beschäftigt waren, die Angriffe von Mainz abzuwehren, ohne selbst ein bisschen Druck zu machen", sagte Schröder. Doch die Trainerstandpauke half: Holz holte sich den vierten Satz mit 25:19, wobei vor allem Michi Grandinetti und Julia Bartsch mit tollen Angriffen glänzten. "Und dann kam der fünfte Satz, vor dem natürlich alle etwas Angst hatten", sagte Schröder. Erstaunlich souverän spielte Holz jedoch, führte von Anfang an und gewann mit 15:11. Herausragend dabei die Angaben von Sina Born und Ina Klaumann. "Die Freude war riesengroß. Gleichzeitig waren wir aber auch sehr erschöpft, da das Spiel unglaublich lange gedauert hat. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir nach einigen Enttäuschungen 2010 heute endlich gezeigt haben, was wir können", bilanzierte Schröder. dg