1. Saarland

Das Feuer ist wieder da

Das Feuer ist wieder da

Marpingen. Volle Konzentration auf die bevorstehende Aufgabe - mit einem Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 an diesem Samstagabend (20 Uhr) wollen die Damen des Handball-Regionalligisten DJK Marpingen den Klassenverbleib vorzeitig perfekt machen

Marpingen. Volle Konzentration auf die bevorstehende Aufgabe - mit einem Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 an diesem Samstagabend (20 Uhr) wollen die Damen des Handball-Regionalligisten DJK Marpingen den Klassenverbleib vorzeitig perfekt machen. "Je früher wir das Thema Abstiegskampf abhaken können, desto besser", weiß Daniela Jung, die nach dem vorzeitigen Abschied von Christoph Luck (wir berichteten) bis zum Saisonende gemeinsam mit Manfred Wegmann die sportlichen Geschicke der Moskitos leitet. "Die Spielerinnen sind hoch motiviert, denn wir wollen gegen Mainz unbedingt gewinnen. Das wird nicht leicht, aber es ist eine lösbare Aufgabe", sagt Jung. In Mainz hatten die Moskitos im November knapp mit 19:21 verloren - diesmal soll es anders laufen. "Wir müssen mehr auf Tempo spielen, und das Spiel der Mainzer über den Kreis unterbinden", verrät sie, wie sie die Moskitos zum zweiten Sieg in Folge führen will. Mit ihrem "Trainerjob" hat sich die 26-jährige Grundschullehrerin inzwischen recht gut arrangiert. Wobei es ihr die Mitspielerinnen leicht machen, wie Jung erzählt: "Das klappt super. Wir sprechen viel ab, und die Mädels ziehen toll mit. Wichtig ist aber auch, dass Manfred Wegmann bei den Spielen dabei ist.Wir ergänzen uns gut. Manfred guckt auf den Angriff, ich auf die Abwehr." Das Training unter der Woche leitet Jung selbstständig, was gar nicht so neu für sie ist: "Ich trainiere seit sieben Jahren die weibliche A-Jugend der JSG Nordostsaar und habe Sport studiert, von daher geht das gut." Nicht so gut war hingegen der doppelte Fingerbruch, den sie sich vor einigen Wochen im Training zugezogen hat. "Ende März kommt der Gips ab, aber ich werde wohl erst in den letzten beiden Partien im Mai wieder eingreifen können", erzählt die Spielertrainerin. Den Prozess, der schließlich zu Lucks freiwilliger und vorzeitiger Entlassung führte, sieht die 1,73 Meter große Rückraumspielerin so: "Christoph hat viel versucht, um die Mannschaft zu motivieren, aber irgendwie hat er es nicht geschafft, den Kern zu erreichen. Irgendwie sprang der Funke nicht über." Erst als Luck dann gesagt habe, er räume seinen Platz, habe sich besagter Funke entzündet. Warum das so war? Vielleicht weil die Umstellung von Peter Monz, der die Mannschaft bis zum Ende der vergangenen Saison trainierte, zu Christoph Luck einfach zu groß war. "Das sind zwei völlig unterschiedliche Typen", meint Jung. War Monz eher der Einpeitscher, gab Luck lieber Zuckerbrot. Und das schmeckte den Moskitos auf Dauer nicht.