1. Saarland

Das Bläserensemble Quintette Aquilon begeistert das Publikum bei den Mettlacher Kammermusiktagen

Das Bläserensemble Quintette Aquilon begeistert das Publikum bei den Mettlacher Kammermusiktagen

Mettlach. Wer je einmal versucht hat, ohne jahrelanges Üben einen sauber und ästhetisch schönen Ton aus einem Blasinstrument zu erzeugen, war von der Leistung, die das Quintette Aquilon bot, restlos begeistert. Am vergangenen Sonntag spielten die fünf Französinnen bereits zum dritten Mal nach 2007 und 2008 bei den Kammermusiktagen im Refektorium der Alten Abtei

Mettlach. Wer je einmal versucht hat, ohne jahrelanges Üben einen sauber und ästhetisch schönen Ton aus einem Blasinstrument zu erzeugen, war von der Leistung, die das Quintette Aquilon bot, restlos begeistert. Am vergangenen Sonntag spielten die fünf Französinnen bereits zum dritten Mal nach 2007 und 2008 bei den Kammermusiktagen im Refektorium der Alten Abtei.Und auch in diesem Jahr bewiesen die fünf Musikerinnen ihr Gespür für ein herrlich breit gefächertes und abwechslungsreiches Programm. Natürlich fiel das Frauen-Bläserensemble insgesamt schon im diesjährigen Festivalprogramm auf. Aber nicht nur durch seine galant-französische Präsenz auf der Bühne oder die ungewöhnliche Instrumentenkonstellation sondern auch durch seine fast schon erschreckende Ruhe und Leichtigkeit bei anspruchsvoller Literatur. Das meint weniger die Bearbeitungen klassischer Highlights wie die zu Beginn der Matinée gespielte Ouvertüre aus Rossinis "Barbier von Sevilla" sondern eher die speziellen Blasmusikwerke, die das Potential der Instrumente und den Blasensemblecharakter deutlicher in den Fokus rückten wie Francesco Chiaris "Piccolo Quintetto".

Doch ob zeitgenössisch anspruchsvoll, klassisch leicht beschwingt oder herrlich aufgebaute Lento-Piano-Passagen - Sabine Raynaud (Flöte), Claire Sirjacobs (Oboe), Stéphanie Corre (Klarinette), Gaëlle Habert (Fagott) und Marianne Tilquin (Horn) spielten mit atemberaubender Leichtigkeit.

So klar und präzise selbst im äußersten Piano zu spielen, verlangte von jedem Ensemblemitglied höchste Konzentration und absolute Instrumentenbeherrschung.Aber nicht nur vom technischen sondern auch interpretatorischen Können der fünf Musikerinnen waren die Zuhörer gefesselt. In Antonin Dvoráks "Amerikanischen Quartett in F-Dur op. 96" bauten die Fünf wunderbar träumerisch-schwelgerische Tonwelten auf. Der humorvolle Abschluss mit Julio Medaglias Suite "Belle Epoque in Süd-Amerika" wurde dann schließlich zum Gipfel eine herausragenden Kammermusikmorgens.

Im zwölften und letzten Konzert der diesjährigen Kammermusiktage stellt sich das renommierte Signum-Quartett dem Mettlacher Publikum.

Karten und Informationen gibt es unter www.musik-theater.de und Tel. (0 68 61) 9 91 00.