1. Saarland

Darf Hoof-Osterbrücken schon am Sonntag feiern?

Darf Hoof-Osterbrücken schon am Sonntag feiern?

Hoof. Der Titel ist zum Greifen nahe: Drei Spieltage vor dem Ende der Saison 2010/11 haben die Fußballer der SG Hoof-Osterbrücken beste Karten auf die Meisterschaft. Die Mannschaft von Spielertrainer Torsten Loos steht mit fünf Punkten Vorsprung auf Verfolger SV Blau-Weiß St. Wendel an der Tabellenspitze der Kreisliga A Weiselberg

Hoof. Der Titel ist zum Greifen nahe: Drei Spieltage vor dem Ende der Saison 2010/11 haben die Fußballer der SG Hoof-Osterbrücken beste Karten auf die Meisterschaft. Die Mannschaft von Spielertrainer Torsten Loos steht mit fünf Punkten Vorsprung auf Verfolger SV Blau-Weiß St. Wendel an der Tabellenspitze der Kreisliga A Weiselberg. Hoof-Osterbrücken führt mit 71 Zählern klar vor Verfolger SV St. Wendel (66 Punkte). Und genau zu diesem Verfolger reist die SG am letzten Spieltag. "Ich wäre froh, wenn wir bis dahin schon durch wären. Ich hätte ein Endspiel bei Blau-Weiß nicht unbedingt gerne", sagt Loos.Um das zu schaffen, muss Hoof-Osterbrücken seine beiden Heimspiele an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen den SV Reitscheid (Tabellen-Zehnter) und eine Woche später gegen den FC St. Wendel (Tabellenvorletzter) gewinnen. Zwei machbare Aufgaben. Unter Umständen könnte die Elf von Torsten Loos aber sogar schon an diesem Sonntag den Titel perfekt machen. Und zwar, wenn sie gegen Reitscheid gewinnt, und der SV St. Wendel zeitgleich im Heimspiel gegen die SF Dörrenbach (Neunter) nicht gewinnt. "Da glaube ich aber nicht dran, der SV wird diese Partie sicher gewinnen", erklärt Loos.

Für Loos wäre der Meistertitel mit der SG etwas ganz Besonderes: Denn es wäre die erste Meisterschaft für den Spielertrainer in seiner mittlerweile 18-jährigen Karriere im Aktivenbereich. "Bislang bin ich immer nur Zweiter geworden. Das soll jetzt Mal anders werden", sagt der Torhüter lachend. Gleich sechs Mal wurde der Torhüter mit dem TuS Steinbach Vizemeister in der Landesliga Nordost, einmal musste er sich in der Verbandsliga mit dem VfB Theley mit Platz zwei begnügen.

Auch bei seiner ersten Trainerstation, die er im Sommer 2010 bei der SG Hoof-Osterbrücken antrat, sah es zunächst nicht nach einem Titel aus. Denn die SG verpatzte den Start total. Aus den ersten vier Begegnungen wurde nur ein einziger Punkt geholt. "Zu diesem Zeitpunkt hatten unsere Konkurrenten teilweise schon zwölf Zähler", erinnert sich Loos. Doch danach startete seine Elf eine nahezu unglaubliche Serie - und gewann alle Spiele mit Ausnahme eines einzigen Remis gegen den TuS Fürth. Was die SG auszeichnet? "Wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader. 8 bis 22 Leute trainieren immer. Und daher können wir Ausfälle gut kompensieren", erklärt Loos das Erfolgsgeheimnis seiner Mannschaft.

Was er verschweigt: Neben dem ausgeglichen Kader sind auch starke Einzelspieler auf wichtigen Positionen dafür verantwortlich, dass Hoof-Osterbrücken vorne steht. Etwa in der Abwehr, die die sattelfesteste der ganzen Liga ist. So musste der Spielertrainer in den bisherigen 27 Spielen erst 26 Mal hinter sich greifen - das ist absoluter Ligarekord. Und vorne lehrt Stürmer Jan Ritter die Gegner das Fürchten. Mit 43 Treffern steht er einsam an der Spitze der Torjägerliste. Auch Dominik Kern (21) und Manuel Müller (19) sorgen dafür, dass die Tormaschinerie der SG nicht ins Stocken kommt. Auch an den kommenden beiden Sonntagen.