Dank für lebensrettenden Einsatz

Dank für lebensrettenden Einsatz

Als einziger Saarländer ist Leo Dewald kürzlich in Berlin beim 10. Internationalen Welt-Blutspendertag ausgezeichnet worden. 105 Mal hat der Waldhölzbacher DRK-Vorsitzende bereits Blut gespendet.

Blutspenden rettet Leben - das ist für Leo Dewald nicht nur eine Floskel. Der Waldhölzbacher tut auch aktiv etwas dafür, anderen Menschen zu helfen. Beim 10. Internationalen Welt-Blutspendertag am 14. Juni wurde der 53-Jährige in Berlin als einziger Saarländer neben 64 weiteren Blutspendern und ehrenamtlichen Helfern aus ganz Deutschland geehrt. Ausgezeichnet wurde Dewald vom Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Rudolf Seiters und Rotkreuz-Botschafterin Carmen Nebel mit einer Ehrennadel und einer Urkunde.

Verdient hat sich Dewald durch sein fast 30-jähriges Engagement beim DRK Wahlen, Zerf und Kell am See gemacht. Seit 13 Jahren ist der 53-Jährige Vorsitzender des DRK Waldhölzbach. Und er spendet selbst. Erst im Oktober wurde er vom DRK-Blutspendedienst West für seine 100. Blutspende geehrt. Inzwischen sind es bereits 105.

"Zum ersten Mal Blut gespendet habe ich 1979 während meiner Sanitärarbeit bei der Bundeswehr", erinnert sich Dewald. Anderen Menschen zu helfen, habe ihm so viel Spaß gemacht, dass er später dann eine Ausbildung zum Rettungsassistenten gemacht habe. Seit 1997 ist er nun hauptamtlich Rettungsassistent, derzeit beim DRK in St. Wendel.

"Bei meiner Arbeit sehe ich regelmäßig, wie viel Blut verbraucht wird. Ich war bei einem Verkehrsunfall dabei, bei dem ein Mann 64 Blutkonserven à 0,5 Liter gebraucht hat. Sein Blut wurde also quasi fünf Mal ausgetauscht", macht Dewald auf die Bedeutung des Blutspendens aufmerksam. 70 Prozent der Blutspenden würden aber bei Krebserkrankungen und Operationen verbraucht, sagt Dewald weiter.

Fünf Spenden pro Jahr

Männer könnten bis zu fünf Mal pro Jahr Blut spenden, Frauen drei Mal. "Ich nehme diese Gelegenheit auch fünf Mal im Jahr wahr. Der nächste Termin beim Blutspendedienst Wahlen ist für August angesetzt", erklärt Leo Dewald. Was den überzeugten Blutspender ärgert, ist die Arroganz der Jugend: "Viele junge Menschen verlangen, dass Blut da ist, wenn sie es brauchen, aber selber spenden ist nicht drin." Deshalb müsste das Blutspenden - wenn es nach ihm gehe - für jeden gesunden Menschen zur Pflicht werden.

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