1. Saarland

Damit es daheim schön mollig ist

Damit es daheim schön mollig ist

Friedrichsthal. "Die Leute freuen sich, wenn's daheim schön warm ist - dabei helfe ich mit", sagt Andreas Wintrich. Der 25-Jährige aus Friedrichsthal ist landesbester Auszubildender im Beruf Technischer Zeichner, Fachrichtung Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik. Er wurde für seine herausragenden Leistungen von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer geehrt

Friedrichsthal. "Die Leute freuen sich, wenn's daheim schön warm ist - dabei helfe ich mit", sagt Andreas Wintrich. Der 25-Jährige aus Friedrichsthal ist landesbester Auszubildender im Beruf Technischer Zeichner, Fachrichtung Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik. Er wurde für seine herausragenden Leistungen von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer geehrt.Bereits auf dem Sulzbacher Theodor-Heuss-Gymnasium war Wintrich bewusst, dass er sich nach seinem Abitur um eine Ausbildung zum Technischen Zeichner bewerben möchte: "Ich belegte den Wahlgrundkurs Technik, in dem uns unter anderem das technische Zeichnen dargeboten wurde, was mir sehr gut gefiel."

Sehr entschlossen begann er 2008 seine Ausbildung mit Fachrichtung Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik bei der HKS Handels- und Montagegesellschaft mbH in Lebach, in der er heute angestellt ist: "Die Ausbildung zum Technischen Zeichner dauerte dreieinhalb Jahre. Trotz meines Abiturs habe ich sie nicht verkürzt, um mich länger auf die Prüfung vorbereiten zu können", erklärt der 25-Jährige. Wie er 97 Prozent in der IHK-Abschlussprüfung und einen Notendurchschnitt von 1,0 schaffte, weiß er selbst nicht so genau: "Das ist schwer zu sagen. Ich hatte Spaß am Lernen und ging gerne zur Berufsschule. Die Zeit auf dem BBZ Sulzbach war schön, ich habe mich prima mit den Mitschülern verstanden", beschreibt er die damalige Situation.

Praktisches habe er vor allem im Betrieb erlernt: "Zu den Aufgaben eines Technischen Zeichners in meiner Fachrichtung zählen die Heizungsanlagen- und Rohrnetzberechnung. Dabei spielen bestimmte Normen sowie die Hydraulik eine große Rolle. Außerdem soll so wenig Material wie nur möglich verwendet werden, um wirtschaftlich zu sein", informiert Wintrich. Im Grunde stelle er nichts her, das man als Otto Normalverbraucher bewundere, dennoch sei jeder froh, wenn das Zuhause beheizt ist.

Die Pläne zeichne man heute fast ausschließlich am Computer: "Früher zeichnete man wahre Kunstwerke mit der Hand, aber mit dem PC geht es einfacher und schneller."

Im Oktober nächsten Jahres will der zielstrebige junge Mann ein Fernstudium beginnen, um einen Technikerabschluss zu erwerben. In seiner Freizeit spielt Andreas Wintrich Fußball im Hobbyverein "FC Schamass", in dem Jung und Alt aus dem Sulzbachtal vertreten sind. bub