Dada und Dino für Nachzügler

Dada und Dino für Nachzügler

Letzte Chance für alle, die bisher noch nichts vom ersten internationalen Studententheaterfestival Saarbrücken mitbekommen haben. Zum Abschluss ist Freitag, 15 Uhr, in der Nauwieser 19 eine Produktion der spanischsprachigen Theatergruppe "Compañía del Sur" aus Gießen zu sehen

Letzte Chance für alle, die bisher noch nichts vom ersten internationalen Studententheaterfestival Saarbrücken mitbekommen haben. Zum Abschluss ist Freitag, 15 Uhr, in der Nauwieser 19 eine Produktion der spanischsprachigen Theatergruppe "Compañía del Sur" aus Gießen zu sehen. Zum Plot des Stückes "Radio Cachimba" heißt es in der Ankündigung: Ein Radiosender in Buenos Aires leidet unter der Wirtschaftskrise. Doch das hält die verbliebenen Mitarbeiter nicht davon ab, sich mit Engagement und Einfällen gegen das Sterben des Senders zu wehren. Also genau der richtige Mutmach-Stoff für Leute, die wegen der Nachrichten aus Griechenland unter Depressionen zu leiden beginnen. Ab 17 Uhr folgt in der Nauwieser 19 noch ein Umtrunk mit katalanischen Spezialitäten. Denn nicht nur Uni-Theatergruppen, die Stücke in englischer, französischer und spanischer Sprache spielen, waren am Festival beteiligt. Zur katalanischen Delegation gehörte zum Beispiel die Gruppe Pèl Capell aus Mallorca. Sie servierte Dada, und obwohl bekannt sein müsste, dass der gern mit Nonsenstexten arbeitet, versuchte mancher Zuhörer den katalanischen O-Ton zu erfassen. Das nenne ich deutsche Gründlichkeit. Initiator des Festivals, das seit einer Woche ein munteres, internationales Völkchen in die Saarbrücker City lockt, ist die Kultur-Agentur "Arteatro". Dahinter stecken unter anderem Martin Haberstroh und Nicolàs Galiana de la Rosa, beide Gründungsmitglieder der spanischsprachigen Saarbrücker Uni-Theatergruppe "Los Mutantes". Die kreativen jungen Leute haben sich letztes Jahr mit einem spanischen Theaterfestival in Saarbrücken warm gelaufen, um uns jetzt das - laut ihren eigenen Recherchen - erste internationale Studententheaterfestival Deutschlands zu präsentieren. Hut ab! Und noch ein Tipp für Nachzügler: Wer am Mittwoch die Vernissage der Ausstellung "angezettelt" zum 25-jährigen Bestehen des Saarländischen Künstlerhauses verpasst hat, der sollte jetzt in Ruhe durch die Galerie flanieren. Zum Anreiz liefere ich noch ein kleines Suchspiel: Wo ist der kleine Dino mit den Keksen? Die witzige Arbeit von Ulrich Behr ist mein Favorit unter den Gemälden.