1. Saarland

Da waren all die Indianer hin

Da waren all die Indianer hin

Bosen. Für Indianer- und Westernfreunde gab es am Wochenende einen besonderen Leckerbissen. Zum achten Mal fand am Bostalsee das große Indianer Powwow statt, veranstaltet vom Freizeitzentrum Bostalsee. Etwa 500 Teilnehmer hatten vom 17. bis 19. August Indianertipis, Planwagen, Militär- und Händlerzelte aufgebaut

Bosen. Für Indianer- und Westernfreunde gab es am Wochenende einen besonderen Leckerbissen. Zum achten Mal fand am Bostalsee das große Indianer Powwow statt, veranstaltet vom Freizeitzentrum Bostalsee. Etwa 500 Teilnehmer hatten vom 17. bis 19. August Indianertipis, Planwagen, Militär- und Händlerzelte aufgebaut. Angereist waren Clubs und Westernfans aus ganz Deutschland, so zum Beispiel aus Baden, Hessen, Trier oder Pirmasens. Die Plains Indians, die traditionelle Indianertänze aufführten, stammen sogar aus Steinbourgh in Frankreich.Eröffnet wurde das Fest am Freitagabend mit der Countryband Long Road aus Pirmasens, die bei angenehm milden Temperaturen mit deutscher und internationaler Westernmusik für die richtige Stimmung bei den rund 1000 Besuchern sorgte. Begleitet von den Trommelklängen von Moobete Wasape führten anschließend die Plains Indians traditionelle Indianertänze mit liebevoll gestalteten Kostümen und teilweise beeindruckendem Kopfschmuck auf. Im weiteren Verlauf des Abends zeigten die Indian Warriors tollkühne Stunts vom Pferderücken aus. So sprangen sie in vollem Galopp aus dem Sattel oder ritten nur auf einer Seite hängend in rasantem Tempo.

In den sieben Jahren seit dem ersten Powwow hat sich die Veranstaltung stetig gesteigert. "Beim ersten Mal hatten wir gerade mal zwei Tipis", erinnert sich Co-Veranstalter Georg Lauer von Gog Concept, der das Powwow organisiert hat. Mittlerweile bietet die Veranstaltung viele Attraktionen und Höhepunkte, die für stundenlange Unterhaltung sorgen. "Die meisten der Aktiven leben das Hobby und sind mit Begeisterung dabei", erklärt Lauer.

Jeweils am Samstag- und Sonntagmittag wurde das Fest mit dem großen Westernmarkt fortgesetzt. Hier gab es unter anderem Kostüme, Schmuck und Perlen, Taschen, Hüte und Kleider, Indianerflöten, Pfeile und Bogen. Erstmals waren historische Kanonen in verschiedenen Größen aufgestellt, die jeweils mittags und abends abgeschossen wurden. Über den Tag verteilt gab es Reitershows und auch Indianertänze. Jeweils um 14 Uhr wurde das Fest mit einer Parade aller kostümierten Teilnehmer eröffnet. Da gab es wilde Trapper zu sehen, Indianer, Nord- und Südstaatensoldaten.

Das große Lager war in verschiedene Bereiche aufgeteilt: den Südstaatenbereich, das Lager der Nordstaaten, dazwischen Trapperlager und Planwagen. Auf einer anderen Seite waren zahlreiche Indianertipis aufgebaut. Die Westernbegeisterten gaben den fragenden Besuchern gerne Auskunft oder boten Proben ihres Könnens. Vor einer historischen Schmiede konnte man bei der Fertigung von Hufeisen und anderen Werkzeugen zuschauen.

Auch für die kleinen Besucher gab es viele Angebote. In der Kreativwerkstatt konnten Kinder kostenlos Stirnbänder basteln sowie Ketten und Amulette aus Perlen und Muscheln, beim Kinderschminken wurden die Kleinen in "wilde Indianer" verwandelt. Außerdem gab es Ponyreiten und am Sonntagnachmittag unter dem Motto "Indianergeheimnisse" ein Zaubertheater. "Wir haben hier ein wunderschönes Gelände für das Fest, Sanitärbereiche sind vorhanden", schwärmt Georg Lauer. Der Landkreis habe sich finanziell beteiligt, andernfalls sei der Eintrittspreis von fünf Euro für Erwachsene nicht haltbar. Trotz der großen Hitze erschienen zahlreiche Besucher.

 In authentischen Kostümen und mit viel Ausstrahlung führten Vertreter der Plains Indians Indianertänze auf. Fotos: B&K
In authentischen Kostümen und mit viel Ausstrahlung führten Vertreter der Plains Indians Indianertänze auf. Fotos: B&K
Da waren all die Indianer hin
 Wilde Reitershow beim Indianer Powwow am Bostalsee.
Wilde Reitershow beim Indianer Powwow am Bostalsee.

Wer in Kostüm erschien, zahlte keinen Eintritt. "Natürlich fällt da einiges an Geld weg", sagt Lauer, "Es sind sehr viele Leute in Kostümen da, das bildet eine schöne Kulisse und alles passt noch besser."