Da ist noch eine Rechnung offen

Da ist noch eine Rechnung offen

Saarlouis. "Wir haben gegen die Pfälzer noch eine Rechnung offen", werden sich die Spieler des Handball-Oberligisten HG Saarlouis II denken, wenn sie an diesem Samstag, 20 Uhr, in der Sporthalle in den Fliesen auf den SV 64 Zweibrücken treffen. Denn an ihre missglückte Premiere in der höheren Spielklasse erinnern sich die Jungs von Trainer Dirk Mathis nur ungern zurück

Saarlouis. "Wir haben gegen die Pfälzer noch eine Rechnung offen", werden sich die Spieler des Handball-Oberligisten HG Saarlouis II denken, wenn sie an diesem Samstag, 20 Uhr, in der Sporthalle in den Fliesen auf den SV 64 Zweibrücken treffen. Denn an ihre missglückte Premiere in der höheren Spielklasse erinnern sich die Jungs von Trainer Dirk Mathis nur ungern zurück. Dem Teamchef geht es ähnlich, sonderlich verärgert war er nach der 28:38-Auswärtsschlappe allerdings nicht. "Ich habe mir das Video wieder angeschaut. Wir haben eigentlich nur zehn Minuten schlecht gespielt. Das hat aber gereicht, um klar zu verlieren", führt Mathis die mangelnde Oberliga-Erfahrung als Grund an. Mit der ersten Halbzeit (14:16), die der Neuling lange dominierte, war er sogar zufrieden. Kritik äußerte Mathis damals an der schlechten Chancenverwertung. Zu viele Würfe seien am Zweibrücker Tor vorbeigesegelt. Das habe sich gerächt. "In den Schlüsselszenen waren die cleverer. Aber woher sollen wir diese Cleverness auch haben? Wir müssen Erfahrungen sammeln und uns erst einmal an die neue Klasse gewöhnen." Das waren im September Mathis' Worte. Mittlerweile hat sich aber nicht nur in punkto Erfahrung in seinem Team einiges zum Positiven verändert. Platz in der Liga gefunden"Meine Spieler haben viel dazu gelernt. Sie haben ihren Platz in der Liga gefunden", sieht Mathis das Rückspiel unter neuen Vorzeichen. Und wirklich: Nach einem schlechten Start gegen die Top-Teams der Liga (0:8 Punkte) kämpfte sich Saarlouis in der Tabelle Platz um Platz nach oben und belegt nun nach 15 von 30 Spielen mit 18:12 Punkten den zwölften Platz. Zweibrücken ist mit 19:13 Punkten Vierter. Bei einem Saarlouiser Sieg könnte es also zu einem Plätze-Tausch kommen. Oberstes Ziel der HGS II ist es aber, aus den ersten vier schweren Rückrundenspielen mindestens einen Punkt zu holen. Dieses Ziel wäre mit einem Remis gegen Zweibrücken erreicht. Doch um gegen den besten Angriff der Liga zu bestehen - der SVZ warf 544 Tore in 16 Spielen, die HGS II traf in 15 Spielen 465 Mal - bedarf es einer absoluten Top-Leistung. Und die muss am Samstag ohne Andreas Altmeyer abgerufen werden. Der Torjäger fällt nach einer Ellbogen-Operation mehrere Wochen aus. "Es wird nicht leicht werden. Aber wir spielen vor den eigenen Fans und denen wollen wir unseren besten Handball bieten", verspricht Dirk Mathis allen Zuschauern ein spannendes Match.

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