1. Saarland

Cusanus und seine Beziehung zu St. Wendel

Cusanus und seine Beziehung zu St. Wendel

St. Wendel. Die Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land lädt im Rahmen der Seminarreihe "St. Wendeler Land steinreich — auf den Spuren einer 2500-jährigen europäischen Kulturentwicklung" ein zum Vortrag "Cusanus und seine Beziehungen zu St. Wendel" am Mittwoch, 15. Februar, um 19 Uhr im Cusanushaus in St. Wendel. Referent ist Werner Martin

St. Wendel. Die Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land lädt im Rahmen der Seminarreihe "St. Wendeler Land steinreich — auf den Spuren einer 2500-jährigen europäischen Kulturentwicklung" ein zum Vortrag "Cusanus und seine Beziehungen zu St. Wendel" am Mittwoch, 15. Februar, um 19 Uhr im Cusanushaus in St. Wendel. Referent ist Werner Martin.Der in Kues an der Mosel 1401 geborene Nikolaus Krebs, Cusanus genannt, war erfolgreicher Kirchenpolitiker, stieg zum Kardinal auf und gilt heute als der bedeutendste deutsche Philosoph des 15. Jahrhunderts. Mit St. Wendel war er verbunden, weil er von 1443 bis 1464 die Pfarrei St. Wendel als Pfründe besaß. In der Eigenschaft eines Kommendatar-Pfarrers musste er zur Leitung der Pfarrei nicht am Ort wohnen, sondern konnte einen Vertreter dafür einsetzen. Deswegen fehlen eindeutige Belege, ob er jemals in St. Wendel war. Dennoch aber gibt es eine Reihe von Beziehungen zwischen ihm und St. Wendel, zum Beispiel zwei Urkunden aus dem Jahre 1446, mit denen die päpstliche Delegation zum Reichstag ihn als Pfarrer von St. Wendel bestätigt. Auch sein Wappen mit dem Krebs auf der hiesigen Kanzel weist auf eine Beziehung hin. Und besonders seit Gerd Schmitt die wesentlichen Wappen der Deckenmalerei beschrieben und ihre Träger identifiziert hat, lässt sich darin eine Beziehung zu Cusanus erkennen.

Mit kulturhistorischem Interesse geht Werner Martin seit Jahren der Frage nach, welche Beziehungen zwischen Cusanus und St. Wendel bestehen. Mit heimatkundlicher Kenntnis von St. Wendel durchforscht er Leben und Wirken des Cusanus im Hinblick auf dessen Beziehungen zu unserer Stadt. Bisher hat Martin zwei Bücher darüber publiziert, während er das nächste vorbereitet. In seinem Vortrag gibt er nun Einblick in seine Arbeit und stellt neue Erkenntnisse vor. red