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Coronavirus im Saarland: Auslastung der saarländischen Kliniken

Coronavirus im Saarland : Die aktuelle Auslastung der saarländischen Kliniken

Im Saarland steht aktuell fast jeder vierte Patient in intensivmedizinischer Betreuung mit dem Coronavirus im Zusammenhang. 59 Menschen sind auf eine Beatmung angewiesen.

Eine der schlimmsten Begleiterscheinungen einer Pandemie ist die Überlastung der Krankenhäuser. Wenn die adäquate Behandlung von Patienten nicht mehr gewährleistet ist, kann die Sterberate stark ansteigen. Im Laufe der Corona-Pandemie konnte das in Italien, Spanien, Teilen von Frankreich und aktuell auch in New York beobachtet werden.

Damit es in Deutschland nicht so weit kommt, wurden hierzulande frühzeitig einschränkende Maßnahmen eingeleitet. Der Begriff „flatten the curve“ (deutsch: „Die Kurve flacher machen“) ist seit mehr als zwei Wochen omnipräsent in den Medien. Ein exponentielles Wachstum der Corona-Fälle soll vermieden und die gleichzeitigen Fallzahlen so gering wie möglich gehalten werden, damit die Krankenhäuser die Last der Patienten stemmen können.

Im Saarland gibt es mittlerweile fast 2000 Corona-Fälle, 39 Menschen starben im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus (Stand: 10. April, 14.30 Uhr). In den 23 saarländischen Kliniken stehen derzeit 6632 Betten zur Verfügung. Davon sind 649 für eine Intensivbehandlung geeignet, 442 verfügen über Beatmungsmöglichkeiten (Angaben des Gesundheitsministeriums).

Am Donnerstag, dem 9. April, waren 3412 der 6632 Betten belegt, also etwas mehr als die Hälfte. 193 der belegten Betten stehen zu diesem Zeitpunkt im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

305 Patienten waren am Donnerstag in Intensivbehandlung und belegten damit 47 Prozent der verfügbaren Intensivbetten. 71 dieser Patienten haben sich mit Covid-19 angesteckt. Diese nehmen damit also rund ein Viertel aller Intensiv-Fälle im Saarland ein. Auf Beatmung sind im Saarland am Donnerstag 157 Patienten angewiesen. Mehr als ein Drittel davon (59) sind Corona-Patienten.

Wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilt, sind in den 23 saarländischen Kliniken 20 802 Mitarbeiter im Einsatz. Fast 20 Prozent der Mitarbeiter sind laut aktueller Zahlen nicht einsatzfähig. Erkrankte Mitarbeiter sowie Mitarbeiter, die unter dem Verdacht stehen, mit Covid-19 infiziert zu sein, gibt es aktuell 124. 106 davon befanden sich am Donnerstag noch in Quarantäne.

In ganz Deutschland gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur rund 27 000 Intensivbetten und 450 000 Betten insgesamt. Experten sehen Deutschland daher im Vergleich zu anderen Staaten vergleichsweise gut aufgestellt.