Trotz Kritik von Ärzten Diese Saar-Apotheken bieten ab heute Corona-Impfungen an (mit Karte)

Update | Saarland · Im Saarland bieten ab heute auch Apotheken Corona-Impfungen an. Aktuell beteiligen sich mehr als 40 Apotheken an der Impfkampagne. Manchen bieten auch Impfungen für Zwölfjährige an.

Corona: Diese Apotheken im Saarland bieten ab heute Impfung an
Foto: dpa/David Inderlied

Seit dem heutigen Dienstag bieten Apotheken im Saarland Impfungen gegen das Coronavirus an. Wie die Apothekerkammer am vergangenen Mittwoch in Saarbrücken mitteilte, stellen diese Impfungen eine Ergänzung zu den Angeboten in Arztpraxen und Impfzentren dar. „Wir wollen diejenigen erreichen, die sich noch nicht impfen lassen konnten, zum Beispiel weil ihnen die Organisation eines Impftermins bisher zu aufwendig war“, sagte Kammer-Präsident Manfred Saar. Dadurch werde ein niedrigschwelliges, flächendeckendes Angebot geschaffen.

44 Apotheken im Saarland bieten aktuell Corona-Impfung an

Aktuell machen im Saarland 44 Apotheken bei dem zusätzlichen Angebot mit. Darunter bieten auch neun Apotheken Impfungen für Zwölfjährige an (siehe auch Karte).

  • Abtei‐Apotheke, Lindenstr. 73, 66787 Wadgassen
  • Annen‐Apotheke, St. Annenstr. 10, 66606 St. Wendel
  •  Apotheke Engel, Bliesgaustr. 6, 66440 Blieskastel
  • Apotheke am Enklerplatz, Talstr. 9, 66424 Homburg
  • Apotheke am Erbach, Berliner Str. 104‐106, 66424 Homburg
  • Apotheke am Geisberg, Kaiserstr. 49, 66121 Saarbrücken,
  • Apotheke am Rathausplatz, Rathausplatz , 66839 Schmelz,
  • Apotheke im Gesundheitscampus Trierer Str. 215‐217 66663 Merzig,
  • Bahnhof‐Apotheke Am Bahnhof 8, 66822 Lebach
  • Bahnhof‐Apotheke Eisenbahnstr. 52, 66424 Homburg
  • Berg‐Apotheke Allenfeldstr. 3, 66589 Merchweiler
  • Brücken‐Apotheke Wibilostr. 16, 66540 Neunkirchen
  • easy‐Apotheke Dillingen, Jahnstr. 17, 66763 Dillingen
  • Easy‐Apotheke Sulzbach ,Quierschieder Weg 3d, 66280 Sulzbach
  • Europa‐Apotheke, Alleestr. , 66802 Überherrn
  • Gangolf‐Apotheke, Hauptstr. 2 ,66787 Wadgassen
  • Glück‐Auf‐Apotheke, Kuchenbergstr. 29, 66540 Neunkirchen‐Wiebelskirchen
  • Glückauf‐Apotheke, Bahnhofstr. 14, 66740 Saarlouis
  • Hohenburg‐Apotheke, Kaiserstr. 16, 66424 Homburg
  • Hubertus‐Apotheke, Bahnhofstr. 18, 66589 Wemmetsweiler
  • Husaren‐Apotheke, Zeppelinstr. 27, 66557 Illingen‐Uchtelfangen
  • Ingobertus‐Apotheke, Poststr. 26, 66386 St. Ingbert
  • Kepler‐Apotheke, Keplerstr. 36a, 66540 Wiebelskirchen
  • Landmann Apotheke Oliver Blank, Reichsstr. 16, 66111 Saarbrücken
  • Landmann Apotheke Oliver Blank, Moltkestr. 5, 66333 Völklingen
  • Linden‐Apotheke, Bahnhofstr. 4, 66679 Losheim am See
  • Löwen‐Apotheke, Lebacher Str. 11, 66793 Saarwellingen
  • Mandelbach‐Apotheke, Saarbrücker Str. 27, 66399 Mandelbachtal‐Ommersheim
  • Marien‐Apotheke, Kaiser‐Friedrich‐Ring 2, 66740 Saarlouis
  • Merkur‐Apotheke, Bismarckstraße 7, 66333 Völklingen
  • Pachtener‐Apotheke, Nachtsheimstr. 2, 66763 Dillingen
  • Paracelsus‐Apotheke, Sulzbachstr. 22, 66111 Saarbrücken
  • Rochus‐Apotheke, Hauptstr. 100, 66583 Spiesen‐Elversberg
  • Römer‐Apotheke, Martinusstr. 24, 66706 Nennig
  • Römer‐Apotheke, Schulstr. 7, 66740 Saarlouis‐Roden
  • Schloss‐Apotheke, Pauluseck 8, 66564 Ottweiler
  • Sebastianus‐Apotheke, Saarbrücker Str. 4, 66687 Nunkirchen
  • Stadt‐Apotheke, Bahnhofstr. 37, 66111 Saarbrücken
  • Stifts‐Apotheke, Saargemünder Str. 93, 66119 Saarbrücken
  • St. Barbara‐Apotheke, Martin‐Luther‐Str. 50, 66280 Sulzbach‐Neuweiler
  • St. Oranna‐Apotheke, Hauptstr. 45, 66802 Überherrn
  • St. Stephanus‐Apotheke, Hauptstr. 54
  • 66557 Illingen, Tal‐Apotheke, Honzrather Str. 69, 66701 Beckingen‐Honzrath

Darunter bieten aktuell neun Apotheken Imfpungen für Zwölfjährige an

  • Bahnhof-Apotheke in Homburg, Eisenbahnstraße 52
  • Hohenburg-Apotheke in Homburg, Kaiserstraße 16
  • Berg-Apotheke in Merchweiler, Allenfeldstraße 3
  • Brücken-Apotheke in Neunkirchen, Wibilostraße 16
  • Easy-Apotheke in Sulzbach, Quierschieder Weg 3d
  • Kepler-Apotheke in Wiebelskirche, Keplerstraße 36a
  • Landmann-Apotheke Oliver Bank in Völklingen, Moltkestraße
  • Pachtener Apotheke in Dillingen, Nachtsheimstraße 2
  • Schloss-Apotheke in Ottweiler, Pauluseck

Impf-Angebot in Apotheken ist freiwillig – Vorbild Frankreich

Erfahrungen aus dem Ausland hätten gezeigt, dass Apotheken einen entscheidenden Beitrag zur Impfstrategie leisten. „So wurden zum Beispiel in Frankreich bereits mehr als sechs Millionen Patientinnen und Patienten gegen Covid-19 in Apotheken geimpft“, sagte Saar. Seit Januar werde das Personal in Apotheken ärztlich geschult. Gleichzeitig seien technische Voraussetzungen geschaffen worden, um die Zahl der Geimpften elektronisch an das Robert Koch-Institut (RKI) zu melden. Die Impfungen seien ein zusätzliches und freiwilliges Angebot der Apotheken. Es liege daher in der Entscheidung ihrer jeweiligen Leitung, die Impfung anzubieten.

Kritik von Ärzten aus dem Saarland: „Könnten Impfungen alleine schultern“

Die saarländische Ärzteschaft hatte bereits am vergangenen Freitag, 28. Januar, die Pläne massiv kritisiert: „Die saarländische Ärzteschaft fordert, dass Impfungen nur in den Händen humanmedizinischer Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden“, lautet die deutliche Anweisung an die Landesregierung in einem Statement: „Eine Lieferung der benötigten Impfstoffe vorausgesetzt, könnten saarländische Praxen die Impfkampagne alleine schultern“, schreibt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in ihrem Statement.

Es waren deutliche Vorwürfe gegen das saarländische Gesundheitsministerium, die die Vertreterversammlung der KV Saarland in der Resolution vom Freitag erhob. Unterstützt wurde die Resolution von insgesamt 18 ärztlichen Berufsverbänden darunter auch der Saarländische Hausärzteverband sowie die saarländischen Ableger des Hartmannbundes (Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschland) und des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, um nur drei davon zu nennen.

Gesundheitsministerium reagierte auf die Vorwürfe der Ärzte

Zu den Vorwürfen betreffend die Impfstoff-Verteilung stellte das saarländische Gesundheitsministerium klar: „Die Lieferung von Impfstoffen verantwortet der Bund. Er liefert über den Großhandel getrennt an Ärzte und Impfzentren. Daran kann die Landesregierung nichts ändern.“

Außerdem kündigte das Ministerium an, es werde dem Ministerrat vorschlagen, die Impfzentren bis Ende 2022 offen zu lassen: „Darauf haben sich alle 16 Länder mit dem Bundesgesundheitsminister geeinigt.“ Gleichzeitig will das Ministerium aber auch an der bewährten Impfallianz mit den niedergelassenen Ärzten festhalten.

(smz)