Cocktails nippen inbegriffen

Sulzbach. Schwarze Schränke, graue Decken, keine Spur schillernden Glases. "Kommt noch", beruhigt Martin Steinert, der künstlerische Leiter der Glaskunsttage Sulzbach. Derzeit läuft der Aufbau der am Freitagabend beginnenden 3. Sulzbacher Glaskunsttage.Noch stehen nur Blumentöpfe, Holzstapel und Paletten herum

Sulzbach. Schwarze Schränke, graue Decken, keine Spur schillernden Glases. "Kommt noch", beruhigt Martin Steinert, der künstlerische Leiter der Glaskunsttage Sulzbach. Derzeit läuft der Aufbau der am Freitagabend beginnenden 3. Sulzbacher Glaskunsttage.Noch stehen nur Blumentöpfe, Holzstapel und Paletten herum. "Nicht noch, schon", betont Martin Steinert und setzt bei diesen Arrangements auf den "Überraschungseffekt." Denn die gestapelten Holzröhren und die zum trauten Rund gestellten Blumentöpfe sind Teil der Installationen der Architektin und Glasgestalterin Helga Reay-Young aus Köln. Auf den ersten Blick unspektakulär, fast unkenntlich. "Je näher man kommt und je nach dem, wie das Licht darauf fällt, beginnen die Stäbe zu leuchten", erklärt Steinert. Der Ausgleich zwischen Kunsthandwerk und Glaskunst soll in diesem Jahr die dreitägige Veranstaltung bestimmen, betont er weiter. Zu sehen gibt es die Ausstellung des Glasmuseums Warndt, die Sammlung historischer Leuchtstoffröhren im Konferenzsaal und die Glaskunst in der Galerie. Fürs Probieren sind die Studierenden der Saar-Kunsthochschule mit einer Cocktailbar und eigens entworfenen Cocktailgläsern im ersten Stock zur Stelle. Vorm Haus haben die Glasbläser und Perlendreher in Zelten ihren Platz. Diese Spannung zwischen Alltagsgegenstand und Kunststück halten auch die von der Saarbrücker Glasgalerie Ingrid Lafontaine aufgebauten hölzernen Podeste mit hochwertigen Glasobjekten auf einfachen Paletten. "Wie eine Insel", meint Martin Steinert, wobei diese Form bewusst gewählt wurde, um die Objekte vor Stößen zu schützen. Dieses Problem hat die Saarbrücker Designerin und Innenarchitektin Ingeborg Schwingel mit ihren Fensterbildern nicht. Sie hängen gut gesichert. Wenn auch das Vertäuen der in Tiffany-Technik gefertigten Arbeiten über ein Stockwerk für sie und ihren Mann hinweg eine knifflige Angelegenheit ist. Doch diese Mühe ist es wert, weiß sie aufgrund ihrer guten Erfahrungen aus dem Vorjahr: "Vor allen Dingen hat man es hier mit einem sehr interessierten Publikum zu tun", stellt sie fest. Immerhin waren das im vergangenen Jahr 3500 Menschen, erinnert Martin Steinert. Eröffnung: Freitag, 31. Oktober, 17 Uhr, offizielle Begrüßung 19 Uhr in der Aula Kulturforum Sulzbach, Gärtnerstraße 12. Geöffnet: Samstag und Sonntag, 1. und 2. November, 11 bis 19 Uhr. Cocktailstunde der HBK Saar Freitag und Samstag jeweils 17 bis 19 Uhr.

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