City-Center: SPD-Ratsfraktion hat noch Geduld, FDP-Fraktion nicht

City-Center: SPD-Ratsfraktion hat noch Geduld, FDP-Fraktion nicht

Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) hofft weiter, dass das City-Center-Projekt verwirklicht wird. Die Linken im Stadtrat hingegen haben es abgeschrieben (wir berichteten). SPD- und FDP im Rat haben nun ebenfalls Stellung genommen.

Zum aktuellen Stand des Völklinger City-Center-Projekts (wir haben ausführlich berichtet) haben sich am Freitag Vertreter der SPD- und der FDP-Fraktion im Stadtrat zu Wort gemeldet. SPD-Fraktionschef Erik Kuhn äußerte Zweifel an den Informationen der Linken-Fraktion. Deren Geschäftsführer Paul Ganster hatte, wie gemeldet, unter Berufung auf "Mietinteressenten" des Centers erklärt, der Investor habe sich "vollständig von dem Projekt verabschiedet". Das ist für Kuhn nicht nachvollziehbar. Er habe sich, berichtet der SPD-Mann, im Dezember getroffen mit Thorsten Vogt, Geschäftsführer der Main-Asset GmbH (sie vertritt den Eigentümer Patron Dieter II). Vogt habe in dem Gespräch "relativ positiv geklungen", was die Umsetzung der City-Center-Pläne in 2014 betreffe, "wesentlich positiver als vor zwei Monaten" bei einer Präsentation im Rat. Bis Februar wolle die SPD-Fraktion dem Investor daher Zeit lassen fürs Planen. Dann aber müsse ein Konzept her. Denn "überall laufen sie uns den Rang ab", was Geschäfte angehe; Völklingen müsse dringend etwas tun, um in Sachen Einzelhandel nicht abgehängt zu werden.

FDP-Fraktionschefin Denise Baldauf hingegen hegt "starke Zweifel an der Realisierung des City-Center-Projektes". Dass nun ein weiterer Projektentwickler dabei sei, sieht sie als "reines Zeitschinden". Verwaltung und große Parteien hätten wohl Angst, spekuliert sie, dass das Projekt "kurz vor der Kommunalwahl im Mai endgültig platzt und sie zugeben müssen, dass wir viel früher einen Plan B gebraucht hätten". Sie geht davon aus, dass die Stadt Ex-Kaufhof und Parkhaus zurückkaufen werde, wenn bis zum 31. März kein Bagger anrücke. Die FDP-Fraktion hoffe, schreibt Baldauf weiter, dass der Kaufpreis dafür "auf einem separaten Konto zurückgelegt wurde" und die Rückabwicklung so den Haushalt nicht belaste.

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