Chinese malt die Nordseeküste mit starken Farben

Chinese malt die Nordseeküste mit starken Farben

Sulzbach. Der Austausch zwischen den Kulturen soll mehr sein als ein unverzichtbarer Bestandteil von Sonntagsreden. Der Kunstverein Sulzbach hat sich dieser Aufgabe gestellt und unter dem Titel "Chinart" eine interessante Ausstellung junger chinesischer Kunst in die Galerie der Sulzbacher Aula geholt

Sulzbach. Der Austausch zwischen den Kulturen soll mehr sein als ein unverzichtbarer Bestandteil von Sonntagsreden. Der Kunstverein Sulzbach hat sich dieser Aufgabe gestellt und unter dem Titel "Chinart" eine interessante Ausstellung junger chinesischer Kunst in die Galerie der Sulzbacher Aula geholt. Dabei standen dem Vorhaben, vier junge Künstler nach Sulzbach zu holen, Visaprobleme ebenso im Weg wie die Vulkanasche, wie die Kunstvereinsvorsitzender Heiko Bellon bei der Vernissage berichtete. Die Sulzbacher Ausstellung zeigt, womit sich junge Künstler um die 30 aus China beschäftigen. Westliche und östliche religiöse Ikonographie prallen aufeinander in den im Computer gefertigten Fotocollagen des Künstlerpaares Kang Kai und Xu Guofeng. Das traditionelle Landschaftsbild lädt Song Yonghua mit der Bedrohung durch Zivilisationsmüll und Umweltzerstörung auf. Den umgekehrten Weg geht Yi Lü, der viele Jahre in Deutschland lebte und mittlerweile deutscher Staatsbürger ist. Er zeigt farbstarke Strandszenen von einer Insel an der norddeutschen Küste, die ihm zum Sinnbild der Einsamkeit geraten. Der zwischen Vertrautem und Fremden wechselnde Blick bestimmt auch das Motiv des Affen bei Huang He, wild, aber technisch versiert gemalt. sgAusstellung bis zum 30. Mai. Öffnungszeiten von Mittwoch bis Freitag von 16 bis 19 Uhr. Sonntag, Feiertag von 14 bis 18 Uhr.

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