Charlotte Britz als Predigerin

Charlotte Britz als Predigerin

Geistreich eine Brücke schlagen zwischen dem, was die Politik tut und dem, was Seelenheil meint, das ist nicht leicht. Die Aufgabe fiel Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz diese Woche an Buß- und Bettag zu. Sie zur Predigt in die evangelische Kirche in Quierschied eingeladen hatte Pfarrer Hans-Lothar Hölscher. Das ist guter Brauch in der Gemeinde

Geistreich eine Brücke schlagen zwischen dem, was die Politik tut und dem, was Seelenheil meint, das ist nicht leicht. Die Aufgabe fiel Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz diese Woche an Buß- und Bettag zu. Sie zur Predigt in die evangelische Kirche in Quierschied eingeladen hatte Pfarrer Hans-Lothar Hölscher. Das ist guter Brauch in der Gemeinde. Stefan Mörsdorf, Michael Burkert, Rita Waschbüch und Heiko Maas waren auch schon da. Dem zu erwartenden Vortrag von der Kanzel hatte Pfarrer Hölscher einen Text aus dem Buch des Propheten Jesaja (Kapitel 1, 10-17) vorangestellt - als monumentaler Einstieg. Denn bei Jesaja geht's im rauen Ton um die Gottlosigkeit, die Schlechtigkeit am Beispiel der Städte Sodom und Gomorra: "Lasst ab vom Bösen, lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrückten..." Soweit Gottes Appell. Im kleinen Gotteshaus in der Lasbachstraße lauschten am Mittwochabend erstaunlich viele Leute der Predigt des Gastes aus der Landeshauptstadt, der sich nach Kräften mühte, der Bibel die sozialdemokratische Botschaft abzuringen. Um dann selbstkritisch festzustellen, dass die Uneinsichtigen, die Bösen ("Da geht's ja zu wie in Sodom und Gomorra") immer nur die anderen sind. Was allerdings hinderlich sei bei der Absicht, Brücken zu bauen, Ausgleich und Verständigung herbeizuführen - über Parteigrenzen hinweg. Nun denn, da gibt's allerhand zu missionieren.

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