Cedric Piro macht nur der Regen einen Strich durch die Rechnung

Heusweiler. In seinem zweiten Jahr im Kartsport hat Cedric Piro eindrucksvoll bewiesen, dass seine Erfolge im vergangenen Jahr keine Eintagsfliege waren und er zurecht zu den besten Talenten im Kartsport im südwestdeutschen Raum gehört. Damals gewann er auf Anhieb in seinen Serien

 Cedric Piro, hier im Kart mit der Nummer 1, startete in der vergangenen Saison gleich in drei verschiedenen Wettbewerben, um so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln. Foto: Kart-magazin.de/Björn Niemann

Cedric Piro, hier im Kart mit der Nummer 1, startete in der vergangenen Saison gleich in drei verschiedenen Wettbewerben, um so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln. Foto: Kart-magazin.de/Björn Niemann

Heusweiler. In seinem zweiten Jahr im Kartsport hat Cedric Piro eindrucksvoll bewiesen, dass seine Erfolge im vergangenen Jahr keine Eintagsfliege waren und er zurecht zu den besten Talenten im Kartsport im südwestdeutschen Raum gehört. Damals gewann er auf Anhieb in seinen Serien. In diesem Jahr startete der zwölfjährige Gymnasiast aus Heusweiler eine Klasse höher und in gleich drei Rennserien.

In der DMV Kart-Championship der Klasse Bambini A hat er die Saison gerade als Sechster im Gesamtklassement von insgesamt 30 Startern beendet. Da er in dieser Serie nicht alle Rennen mitgemacht hat, wäre eine bessere Platzierung möglich gewesen. Am so genannten DMV-Goldpokal kürzlich in Liedolsheim raste Piro auf Platz drei.

In der Klasse Bambini A der WAKC-Serie (Westdeutscher ADAC Kart-Cup) beendete Cedric Piro die Meisterschaft als Zweiter im Gesamtklassement mit knappen Rückstand auf den Gesamtsieger, seinen Teamkollegen Leonardo Momcilovic, die beide für das Team Schwabe Motorsport starten. Dieser zweite Platz hat allerdings einen faden Beigeschmack, denn Cedric Piro hatte beste Chancen auf den Gesamtsieg. Beim Rennwochenende Mitte August auf der Kartrennbahn in Kerpen lieferte der Zwölfjährige in strömendem Regen ein sensationelles Rennen ab und fuhr die Konkurrenz in Grund und Boden. Er siegte im ersten Lauf mit gigantischen 27 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Da aber wegen Dauerregens der zweite Lauf komplett abgesagt wurde, wurde auch der erste Lauf aus der Wertung genommen. Laut Reglement müssen 75 Prozent des Gesamtrennens absolviert sein. Obwohl es massive Proteste nahezu aller Teams hagelte und viele forderten, dass zumindest die Hälfte der Punkte gewertet werden sollten, blieb die Organisation bei ihrem Votum, und Cedric Piro ging leer aus. Der Traum vom Titel war geplatzt.

Immerhin hatte sich Cedric aber in dieser Serie mit Platz zwei für den Bundes-Endlauf Anfang Oktober in Templin in der Nähe von Berlin qualifiziert. Und wie schon im vergangenen Jahr in der tieferen Altersklasse entschied er die beiden Rennläufe für sich und ist damit erneut deutscher ADAC-Meister in seiner Altersklasse. In der dritten Rennserie, der ADAC Kart Masters, landete Piro auf Platz sechs der Gesamtwertung.

"Im kommenden Jahr wird Cedric nicht mehr in drei verschiedenen Wettbewerben starten", erklärt Vater Erwin Piro. "Das haben wir in diesem Jahr nur gemacht, weil Cedric erst seine zweite Saison fährt und gegenüber seinen Mitkonkurrenten deutlich weniger Erfahrung hat. Diesen Rückstand wollten wir in dieser Saison mit möglichst vielen Rennen etwas verkleinern." Cedric Piro will mit den gesammelten Erfahrungen auch in der kommenden Saison für Schlagzeilen sorgen.