1. Saarland

CEB startet Reihe zum Frankreichjahr

CEB startet Reihe zum Frankreichjahr

Hilbringen. "Der Élysée-Vertrag setzte einen wegweisenden Meilenstein", sagte Helma Kuhn-Theis, Europabeauftragte der Landesregierung (CDU), "die Schlachtfelder von einst sind längst zu Begegnungsstätten geworden

Hilbringen. "Der Élysée-Vertrag setzte einen wegweisenden Meilenstein", sagte Helma Kuhn-Theis, Europabeauftragte der Landesregierung (CDU), "die Schlachtfelder von einst sind längst zu Begegnungsstätten geworden." Mit ihrem Vortrag "50 Jahre Élysée-Vertrag - fünf Jahrzehnte erfolgreiche europäische Zusammenarbeit" startete die Veranstaltungsreihe der CEB-Akademie Hilbringen zum Frankreichjahr. Anlass ist das 50-jährige Bestehen des Élysée-Vertrages. Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Staatspräsident Charles de Gaulle den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag im Pariser Élysée-Palast.Um die deutsch-französische Freundschaft zu erhalten, müsse man sie bewusst machen und die Begeisterung stets neu entfachen, erläuterte Kuhn-Theis. "Es ist ein Verdienst, dass sich auf dem Boden der Erzfeinde ein dauerhaftes Friedensprojekt entwickeln konnte, das sollten wir im Auge behalten", forderte sie. Deutschland und Frankreich seien miteinander die wichtigsten Handelspartner und es sei wichtig, sich mit der Sprache, Kultur, Politik und Wirtschaft der Nachbarn zu beschäftigen, besonders für junge Menschen. "Europa wächst an den Grenzen zusammen, diese Erfolgsgeschichte gilt es fortzusetzen." Das Saarland habe den Anspruch, das französischste aller Bundesländer zu sein und das Frankreichjahr biete die Gelegenheit, das Gefühl für die Nachbarn zu schärfen.

Sprache soll eine Rolle spielen

Kuhn-Theis äußerte auch den Wunsch, dass alle Menschen in der Großregion Französisch sprechen lernen und dass die Sprache insgesamt eine größere Rolle spielen sollte. "Es kommt immer auf die handelnden Personen an, wenn es um den Zusammenhalt in Europa geht, und die CEB spielt da eine große Rolle", lobte sie.

"Die CEB hat stets und durch vielfältige Initiativen die Grundideen der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit Inhalten gefüllt", sagte der CEB-Vorsitzende Gisbert Eisenbarth, und auch im Frankreichjahr stelle die CEB Frankreich und die Kooperation mit den Nachbarn in den Fokus. "Für uns ist dabei wichtig, dass die Menschen Frankreich kennen und erleben lernen." Neben Studienreisen und Tagesfahrten gebe es gegenseitige Besuche und auch die Förderung der Sprache spiele eine Rolle. "Der Élysée-Vertrag hat die Basis für eine gute Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten gelegt. Doch die deutsch-französische Freundschaft ist besonders von Menschen entlang der gemeinsamen Grenzen gefestigt worden", betonte Eisenbarth.

Informationen: CEB-Akademie, Tel. (0 68 61) 9 30 80, E-Mail: info@ceb-akademie.de.

Auf einen blick

Die Fotoausstellung "Partnerschaften/Couples - eine Hommage an die deutsch-französische Freundschaft" ist bis Freitag, 15. Feburar, bei der CEB in Hilbringen zu sehen. "Es sind Fotografien von 15 deutsch-französischen Ehepaaren, die aus Rheinland-Pfalz und Burgund kommen", erläutert Gisbert Eisenbarth.

"Wir hätten auch die Verträge ausstellen können, aber uns war das Menschliche wichtig", so Eisenbarth weiter. Die Ausstellung wurde vom Haus Burgund Mainz zur Verfügung gestellt. Eine weitere Ausstellung über Landschaften, Menschen und Produkte in Burgund ist ebenfalls in den nächsten vier Wochen zu sehen. rfe