Café Segen soll ausgebaut werden

Café Segen soll ausgebaut werden

Der Umbau im Gemeindezentrum verschafft dem Café Segen, in dem Demenzkranke betreut werden, mehr Raum durch einen Durchbruch zur früheren Küsterwohnung. Auch der Zugang zum Café wird neu gestaltet.

"Gemeindezentrum bereitet Sorgen" titelte unsere Zeitung am 10. Januar 2013. Das Haus der evangelischen Kirchengemeinde Landsweiler-Schiffweiler (eingeweiht 1959) ist in die Jahre gekommen - Sanierungsstau, gewaltige finanzielle Herausforderungen, Zukunft ungewiss. Ein Jahr später hat unsere Zeitung nachgefragt. Fazit: Die Grundsatzentscheidung ist gefallen - die Immobilie soll gehalten werden. Ein Konzept steht - basierend auf dem bereits existierenden Café Segen. Der Kreis hat Förderung zugesagt - die Beschäftigungsgesellschaft AQA hilft bei der Umsetzung. Und ein Kooperationspartner wäre willkommen - konkrete Ausgestaltung diskutierbar.

Im März waren auf einer Sonder-Gemeindeversammlung mehrere Varianten zum Gemeindezentrum in der Parkstraße durchgespielt worden - bis hin zur Aufgabe des Hauses. Die Versammlung habe alles sehr realistisch gesehen, aber das Gebäude auch nicht sterben lassen wollen, berichtet Pfarrerin Wiltrud Bauer beim Ortstermin mit der SZ. "Es gab das Konzept, das Haus für Jugendliche und junge Erwachsene auszugestalten, also Richtung junge Kirche", so die Pfarrerin weiter. "Entschieden haben wir uns dann aber für das Konzept, das bestehende Angebot Café Segen auszubauen, das nach Raumvergrößerung geradezu lechzt." Vor allem, weil dieses Konzept finanziell tragfähiger erschien.

Das Café Segen ist ein Angebot für an Demenz erkrankte Menschen. Ehrenamtliche und eine Fachkraft betreuen die Gäste. Das Projekt in Trägerschaft der Kirchengemeinde ist von den Krankenkassen anerkannt und wird vom Landkreis unterstützt. Bisher war donnerstags von 15 bis 18 Uhr Treffen im Gemeindehaus. Künftig soll zusätzlich am Montag geöffnet werden. "Die Plätze sind bereits belegt", sagt Leiterin Petra Nix.

Nix und Bauer skizzieren die Pläne, nach denen das zweigeschossige Gebäude umgestaltet werden soll: Im Obergeschoss bleibt der große Kirchensaal mit Küche. Im Erdgeschoss erfolgt ein Durchbruch vom Café-Raum zur ehemaligen Küsterwohnung. Das Café gewinnt Fläche, dazu kommen ein Ruheraum und ein Archivraum. Bad und Wohnküche werden modernisiert. Insgesamt an die 130 Quadratmeter. "Die Umgestaltung bietet uns bessere Möglichkeiten für unsere Gäste", so Petra Nix. Neuer Zugang zum Café wird der bisherige Eingang zu Küsterwohnung. Das spart auch ein paar Stufen.

"Der Umbau ist ein ein erster Schritt", stellt Pfarrerin Wiltrud Bauer zur Zukunfts-Fitness des Gebäudes fest. Dem weitere folgen sollen. "In diesem Jahr müssen wir - egal wie - die Trockenlegung der Fundamente auf den Weg bringen", sagt Bauer. Weitere Anstrengen warten, etwa die Dachsanierung. "Aber mit diesem ersten Schritt setzen wir ein Signal."

Ehrenamtliche Helfer fürs Café Segen werden gesucht.

Interessenten können sich gerne melden beim Pfarrbüro, Telefon (06821) 61 53.

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