1. Saarland

Bunte Mischung der Generationen

Bunte Mischung der Generationen

Mit einem abwechslungsreichen Programm begeisterten die rund 60 Musiker die Zuhörer in der Saarwellinger Sporthalle. Auf der Bühne präsentierten sich erfahrene und junge Musiker mit bester Leistung.

"Schon wieder trennt uns ein Jahr weniger von unserem Eröffnungskonzert in der neuen Festhalle", scherzte Wilhelm Kessler, Vorsitzender des Musikvereins 1891 Harmonie Saarwellingen bei der Begrüßung der gut 500 Besucher, die auch in diesem Jahr wieder den Weg in die Sporthalle Am Schäferpfad gefunden hatten.

Alljährlich veranstaltet der Verein dort sein Jahreskonzert, "und allein der Aufbau hier ist mit sehr vielen Arbeitsstunden und großem Aufwand verbunden", sagt Schriftführer Ralf Obertreis. Doch die beiden nehmen, wie sie betonen, diese Arbeit mit einem engagierten Helferteam gerne in Kauf, ein ausverkauftes Haus und viel Beifall sind der Lohn für Leistungen hinter und auf der Bühne.

Vor allem auf der Bühne begeisterten die beiden Vorstandsmitglieder gemeinsam mit knapp 60 Musikern, die allesamt das Große Orchester bilden. "Wir gliedern unsere Jugend schon sehr früh in das Orchester ein und haben so wenig Nachwuchssorgen", sagt Obertreis. Vor allem ein Blick in die Flöten und Klarinetten zeigt, hier haben mehrere Generationen Spaß am gemeinsamen Musizieren. So bunt gemischt die Altersstruktur ist, so vielfältig war auch das Programm, mit dem das Orchester unter der Leitung von Helga Brommenschenkel konzertierte. "Sonst hat unsere Dirigentin das Programm zusammengestellt. In diesem Jahr haben wir erstmals ein Gremium gebildet, in dem alle Instrumente vertreten waren. Herausgekommen ist eine bunte Mischung im ersten Teil sowie ein Schwerpunktthema nach der Pause", sagt Kessler.

Begrüßt wurde das Publikum mit Melodien aus Richard Wagners Oper "Tannhäuser". Das Orchester zeigte hier viel Rhythmusstärke und erntete viel Beifall. Nicht fehlen durften Filmmusiken, die beim Publikum auf große Beliebtheit stoßen. Mit "Suite from Video Games - Part I" stand schließlich ein Stück auf dem Programm, dessen Melodien wohl nur den jüngsten Konzertbesuchern vertraut sind. Melodien aus Computerspielen mit viel Pathos und großer Leidenschaft verlangten von Orchester und Dirigentin höchste Konzentration ab. Die "Festa Paesana" schließlich ließ die Herzen aller Fans sinfonischer Blasmusik höher schlagen. Hier hatten auch die Schlagwerker und Glockenspieler alle Hände voll zu tun. Bestens kam der abwechslungsreiche musikalische Ausflug nach Amerika bei den Zuhörern an.