Bundesstiftung erwägt Hilfen für Nationalpark-Tor in Nonnweiler

Nationalpark Hunsrück-Hochwald : Bundesstiftung erwägt Hilfen für Nationalpark-Tor in Nonnweiler

Die Gelder sollen einer Ausstellung über den Wald im Wandel der Zeit zugute kommen. Das Besucherzentrum am Hunsrück-Hochwald-Park soll 2021 öffnen.

Es wird die stilisierte Form eines Keltenkreuzes haben und soll dem Nordsaarland jede Menge zusätzliche Besucher bescheren: das sogenannte Nationalpark-Tor im Keltendorf bei Nonnweiler (wir berichteten). Das für rund fünf Millionen Euro geplante Besucherzentrum wird Tor genannt, weil es den zentralen Zugang zum saarländischen Teil des Nationalpark Hunsrück-Hochwald markieren wird. Die Bauarbeiten sollen im nächsten Jahr beginnen und im Sommer 2021 abgeschlossen sein. In dem extravaganten Bau soll eine Ausstellung vor Augen führen, wie sich der Wald im Laufe von 2000 Jahren durch den Einfluss des Menschen verändert hat. Um diese rund 600 000 Euro teure Schau zu stemmen, hat der finanzierende Zweckverband Nationalpark-Tor (bestehend aus Land, Landkreis St. Wendel und Gemeinde Nonnweiler) einen Förderantrag für 250 000 Euro bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gestellt. Deren Generalsekretär Alexander Bonde machte sich am Dienstag nun vor Ort ein Bild von den Plänen. Er könne zwar noch nicht mitteilen, ob die Stiftung dem Förderantrag stattgeben werde, sagte er. Dennoch ließ Bonde keine Gelegenheit aus, um Zuversicht zu verbreiten. Die Entscheidung soll frühestens im September fallen.

Umweltminister Reinhold Jost (SPD) betonte das Interesse des Landes, mit der DBU künftig dauerhaft zusammenzuarbeiten. Denn  die Stiftung sei ein „wertvoller Hinweisgeber“ und kompetentes Expertengremium. Bonde wiederum nannte das Saarland unter anderem „waldpolitisch sehr interessant“. Dies sei insbesondere mit Blick auf den Klimaschutz von Bedeutung, denn Wald fungiere als „wichtiger CO2-Senker“.

Von dem Nationalpark-Tor und seiner Ausstellung versprechen sich der Landkreis St. Wendel und die Gemeinde Nonnweiler einen Zuwachs der Besucherzahl von derzeit 20 000 pro Jahr auf dann 55 000.

Auf rheinland-pfälzischer Seite gibt es bereits das Nationalpark-Tor Erbeskopf mit einer Ausstellung unter dem Motto „Willkommen im Urwald von morgen“. In Wildenburg bei Idar-Oberstein ist zudem ein Nationalpark-Tor im Aufbau, hier sollen Felsen im Fokus stehen.

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost. Foto: Johannes Schleuning

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt wurde 1990 gegründet. Das Stiftungskapital wurde aus dem Verkaufserlös der Salzgitter AG mit rund 1,3 Milliarden Euro von der Bundesrepublik Deutschland bereitgestellt. Heute beträgt das Stiftungsvermögen 2,24 Milliarden Euro.

Mehr von Saarbrücker Zeitung