Frankreich gegen Polen und Belgien gegen Ukraine Bundespolizei rechnet wegen EM mit mehr Verkehr an Saar-Grenzen und verschärft Kontrollen

Saarbrücken/Trier/Koblenz/Kaiserslautern · Die Bundespolizei rechnet wegen anstehender Fußball-EM-Spielen mit erhöhtem Reiseverkehr an den Grenzen – insbesondere im . Wie die Bundespolizei am Montag mitteilt, werden die Hauptverkehrswege im Saarland und in an den Grenzen zu Frankreich, und Belgien wohl am Dienstag und Mittwoch, 25. und 26. Juni, erheblich mehr befahren.

 Die Bundespolizei rechnet wegen anstehender Fußball-EM-Spielen mit erhöhtem Reiseverkehr an den Grenzen. (Symbolfoto)

Die Bundespolizei rechnet wegen anstehender Fußball-EM-Spielen mit erhöhtem Reiseverkehr an den Grenzen. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Marijan Murat

Denn viele Fußballfans aus Nachbarländern werden wohl am Dienstag nach Dortmund zum Spiel Frankreich gegen Polen und am Mittwoch nach Stuttgart zur Partie Belgien gegen Ukraine durchs Saarland fahren. Darum empfiehlt die Bundespolizei, das bei der Reiseplanung an diesen Tagen zu berücksichtigen.

Verschärfte Grenzkontrollen zur Fußball-EM

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Außerdem hat die Bundespolizei die Grenzkontrollen wegen der EM ausgeweitet. Stichprobenartige Kontrollen sollen vor allem verhindern, dass gewaltbereite „Fußballstörer“ und politisch motivierte Gewalttäter einreisen können.

2300 unerlaubte Einreisen hat die Polizei während der EM in Deutschland bereits unterbunden. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erklärte zudem: „Bei unseren vorübergehenden Grenzkontrollen sind in den letzten zwei Wochen schon über 400 Haftbefehle vollstreckt und über 50 Hooligans an der Einreise gehindert worden. Das zeigt, es ist gut, dass wir während der EM auch an den Grenzen zu Dänemark, den Benelux-Staaten und Frankreich kontrollieren.“

Größter Einsatz in der Geschichte der Bundespolizei

Solche Kontrollen seien bis zum 19. Juli und damit fünf Tage nach dem EM-Endspiel „lageabhängig und flexibel“ vorgesehen. Das Ganze sei ein „riesiger Kraftakt“ für die Polizei in Bund und Ländern, für die Bundespolizei „sogar der größte Einsatz ihrer Geschichte.“

Jeden Tag sind nach Angaben Faesers 22 000 Bundespolizisten im Einsatz. Beobachtet werden die Grenzen, die Flughäfen und der Bahnverkehr. Die Bilanz des Turniers sei aber sehr positiv. „Mein Eindruck ist, dass sich die Fans aus ganz Europa sehr wohl bei uns fühlen“, sagte Faeser.