Innerparteilicher Zoff: Bundespartei bestätigt: Saar-Linke darf Adolf Loch rauswerfen

Innerparteilicher Zoff : Bundespartei bestätigt: Saar-Linke darf Adolf Loch rauswerfen

Nach gescheiterten Anfechtungsverfahren der Wahlliste zur Bundestagswahl 2017 muss ein Parteimitglied die Linke verlassen. Einem zweiten Kollegen droht ähnliches.

Die Linke an der Saar hatte bereits Adolf Loch aus der Partei geworfen. Nun bestätigte die Bundesschiedskommission diesen Beschluss. Das teilt Jürgen Straub der Saarbrücker Linke in einer Pressemitteilung am Sonntag (25. Februar 2018) mit. Damit sieht es auch das zuständige Parteigremium an der Bundesspitze als erwiesen, dass Loch die eigene Partei während des Bundestagswahlkampfes im vergangenen Jahr geschädigt hat.

Das innerparteiliche Hickhack hatte im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 begonnen. Damals ging Loch mit seinem Parteikollegen Thomas Schaumburger gegen die Landesliste der Linken vor. Die Aufstellung sei nicht frei und geheim gewesen, lautete die Kritik.

Doch weiterer Auslöser soll die „Gegnerschaft zu Thomas Lutze“ sein. Der Bundestagsabgeordnete vertritt die Saar-Linke viele Jahre in Berlin. Um die Landesliste zu verhindern, rief Loch die Landeswahlleiterin an. Er klagte sogar vor dem Saarbrücker Landgericht. Beide Bemühungen scheiterten allerdings. Loch und Schaumburger sollen daraufhin „im Bundestagswahlkampf aktiv gegen die Partei gearbeitet udn das Wahlergebnis für die Linke im Saarland negativ beeinflusst“ haben, schreibt Straub.

Wegen der aktuellen Entscheidung der Bundesschiedskommission gegen Loch rechnet die Saar-Linke nun auch mit einem ähnlichen Votum gegen Schaumburger. Ihn hatte die Landesschiedskomission ebenfalls aus der Partei aúsgeschlossen. Einen Zeitplan, wann mit dem Bundesentscheid zu rechnen ist, steht noch nicht fest.

Mehr von Saarbrücker Zeitung