Kriminalität in Deutschland Darum bekommen tausende Bürger Post vom Bundeskriminalamt

Saarbrücken · Derzeit flattert bei Menschen in ganz Deutschland Post vom Bundeskriminalamt ein – auch im Saarland. Was dahintersteckt.

 Hunderte Saarländer bekommen derzeit Post vom Bundeskriminalamt. Aber warum? (Symbolbild)

Hunderte Saarländer bekommen derzeit Post vom Bundeskriminalamt. Aber warum? (Symbolbild)

Foto: dpa/Marc M¸ller

Post vom Bundeskriminalamt (BKA): Das kann nichts gutes verheißen! Oder? So viel vorweg: Wer dieser Tage einen Brief vom BKA erhält, hat keinen Grund zur Sorge. Die Post kommt in Saarbrücken, Saarlouis, St. Wendel und anderswo im Saarland an.

Brief vom BKA: Umfrage zu Kriminalität in Deutschland

Denn in dem Schreiben geht es lediglich um die Teilnahme an einer Umfrage zu Sicherheit und Kriminalität in Deutschland. Die Umfrage ist Teil einer jährlichen sogenannten Dunkelfeld-Studie. Laut BKA dient die Studie „der Erfassung von Opfererlebnissen in der Bevölkerung, des Anzeigeverhaltens sowie der Kriminalitätsfurcht und von Einstellungen gegenüber der Polizei“. Opferbefragungen dieser Art sollen helfen, das wahre Ausmaß der Kriminalität in Deutschland besser einschätzen zu können, indem auch Straftaten und andere Ereignisse erfasst werden können, die nicht zur Anzeige gebracht wurden und damit nie ihren Weg in die polizeiliche Kriminalstatistik finden konnten.

Saarland: In diesen Städten ist die Kriminalität am höchsten
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Wo die Kriminalität im Saarland am höchsten ist

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186 000 Bürger in ganz Deutschland sollen Post bekommen, davon hunderte im Saarland. In einigen Haushalten sind die ersten Briefe bereits eingetrudelt; weitere dürften im Laufe des März folgen. Die Umfrage soll bis Mai abgeschlossen sein. Nach Auswertung sollen die Ergebnisse direkt online beim BKA nachzulesen sein.

Studienteilnehmer zufällig ausgewählt

Die kontaktierten Bürger wurden zufällig aus den Einwohnerregistern der Städte und Gemeinden in Deutschland ausgewählt. „Diese Zufallsauswahl ist wichtig, um ein aussagekräftiges Bild der Bevölkerung zu erhalten“, heißt es vonseiten des BKA.

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Wer nicht teilnehmen will, kann das Schreiben und eventuell folgende Erinnerungsschreiben laut BKA einfach ignorieren. Wer teilnehmen will, kann das jedoch nur, wenn er auch vom BKA kontaktiert wurde. Eine eigene Anmeldung ist nicht möglich.

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