Bundesforschungsminsterin Anja Karliczek besucht das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung in Saarbrücken

Bundesforschungsminsterin Anja Karliczek an der Saar : Saarbrücker Pharmazie-Institut soll erweitert werden

Bundesforschungsminsterin Anja Karliczek besucht das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung am Uni-Campus.

(byl) Die saarländische Landesregierung will sich mit Unterstützung der Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) bei der Helmholtz-Gemeinschaft für eine Erweiterung des Instituts für Pharmazeutische Forschung Saar (Hips) in Saarbrücken starkmachen. Das ist ein Ergebnis des Besuchs der Berliner Forschungsministerin gestern auf dem Campus der Saar-Universität. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) berichtete, über die Finanzierung werde vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Kohlekommission („Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“) gesprochen.

Die Bundesforschungsministerin ist seit Frühjahr 2018 im Amt. Der  Besuch in Saarbrücken sei Abschluss ihrer wissenschaftlichen Deutschlandreise, erklärte Anja Karliczek. Zu ihren Stationen im Saarland gehörten neben der Saar-Uni und der Hochschule für Technik und Wirtschaft auch das Pharmazie-Institut der Helmholtz-Gemeinschaft, das in diesem Monat seinen zehnten Geburtstag feiert. Es spiegele in beeindruckendem Maß das Zusammenwachsen von universitären Einrichtungen und Instituten am Rande des Campus wider, erklärte die Forschungsministerin. Das Hips war 2009 vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und der Universität des Saarlandes gegründet worden. Der Forschungsbereich Nano-Bio-Medizin  sei neben der Informatik der zweite wissenschaftliche Schwerpunkt, mit dem das Saarland in den kommenden Jahren punkten wolle, ergänzte Ministerpräsident und Wissenschaftsminister Tobias Hans.

Die Ausbaupläne haben nicht nur mit dem wissenschaftlichen Stellenwert des Hips und seiner Bedeutung für das Saarland zu tun, erklärten beide Politiker. Wichtig sei darüber hinaus, dass das Pharmazie-Institut der Helmholtz-Gemeinschaft – sie ist die größte von Bund und Ländern getragene Forschungseinrichtung in Deutschland  – in Saarbrücken an einem Thema von hoher nationaler Bedeutung arbeite. Die über 150 Forscher untersuchen Antibiotika-Resistenzen, die weltweit zu den größten Gesundheitsgefahren unserer Zeit geworden sind. Die Saarbrücker Pharmazeuten wollen neue Wirkstoffe entwickeln, die auch solche resistenten Keime vernichten können.

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