Bund will Fluglärm nicht reduzieren

Saarbrücken. Der militärische Fluglärm wird sich im Saarland offenbar in absehbarer Zeit nicht reduzieren. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung von Mitte August auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Weniger militärischer Flugbetrieb würde die Pilotenausbildung einschränken und sei nicht geplant, heißt es in dem Papier

Saarbrücken. Der militärische Fluglärm wird sich im Saarland offenbar in absehbarer Zeit nicht reduzieren. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung von Mitte August auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Weniger militärischer Flugbetrieb würde die Pilotenausbildung einschränken und sei nicht geplant, heißt es in dem Papier. Die saarländische Landtagsopposition hat am Freitag mit Kritik reagiert, nachdem der Bundestag die Regierungsantwort tags zuvor als aktuelle Meldung veröffentlicht hatte. Die SPD-Abgeordnete Anke Rehlinger forderte in ihrer Reaktion eine Diskussion mit den Betroffenen vor Ort, der sich die "Verantwortlichen in Berlin sowie die Landesregierung" stellen müssten. Sie monierte, dass die immer stärker werdenden Proteste gegen den vornehmlich im Nordsaarland auftretenden Fluglärm mit einem Federstrich weggewischt worden seien. Als "unverschämt" bezeichnet Grünen-Generalsekretär Markus Tressel die ausbleibende Unterstützung vom Bund: Dadurch würde die Zukunftsfähigkeit des Landes geschwächt, da der Fluglärm unter anderem den Tourismus gefährde. Diese Gefahr sieht auch der FDP-Fraktionsvize Karl-Josef Jochem. Er forderte, das Thema zur Chefsache in der Staatskanzlei zu machen.Dort erklärte Regierungssprecher Thomas Diehl, dass nach der Antwort der Bundesregierung bereits Gespräche aufgenommen worden seien. Das Saarland dürfe beim Fluglärm nicht schlechter gestellt werden, als andere Regionen, so Diehl. pg

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