Bürgerinitiative kämpft gegen Vermüllung ihres Ortes

Bürgerinitiative kämpft gegen Vermüllung ihres Ortes

Eine Bürgerinitiative in Altenkessel setzt sich seit einem Jahr für die Sauberkeit ihres Ortes ein. Helmut Kohler ist der Kopf der Bewegung und erzählt über das Projekt, die engagierten Helfer und welche Projekte noch anstehen.

"Unser Altenkessel - sauberer, sicherer, schöner", so lautet das Motto der Bürgerinitiative, die Helmut Kohler vor rund einem Jahr ins Leben gerufen hat. "Wir wohnen gerne in Altenkessel und wünschen uns, dass sich die Bürger wohlfühlen. Es wäre schön, wenn in Zukunft auch wieder junge Familien hierherziehen würden. Deshalb setzen wir uns für unseren Ort ein", beschreibt Kohler das Anliegen der Initiative.

Zusammen mit anderen Bürgern hat er es sich zur Aufgabe gemacht, herumliegenden Müll an den Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE) zu melden und durch viele Kleinigkeiten etwas Großes zu bewegen.

Im Mai 2012 erhielt Helmut Kohler, der schon seit vielen Jahren Verschmutzungen und Müllablagerungen meldet, einen Anruf einer Bürgerin. Diese klagte über Unrat an einem Kriegerehrenmal und beschwerte sich zudem über die zunehmende Raserei in der Pfaffenkopfstraße. Da fasste der engagierte Altenkessler einen Entschluss: Eine Bürgerinitiative muss her, die sich für einen sauberen, sicheren und schönen Ort einsetzt.

Nur zwei Wochen später nahm er sich gemeinsam mit drei Damen des Projektes an. Seitdem hat sich schon einiges getan und so mache Stelle, an der sich vor kurzem noch Müll und Schutt stapelten, ist jetzt wieder sauber. Doch Kohler betont, dass es noch viel zu tun gibt. Daher treffen sich die Mitglieder der Initiative immer am ersten Montag des Monats im alten Rathaus und besprechen ihr weiteres Vorgehen. Zudem beteiligen sie sich an verschiedenen Säuberungsaktionen, wie dem landesweiten Frühjahrsputz "Saarland Picobello". Auch nächsten Monat steht eine große Aktion an, Helmut Kohler erzählt: "Am 11. Mai ist Kehrtag. Das ist eine Initiative der ZKE zusammen mit der CDU. Wir werden dann den Großraum ums Rathaus in Altenkessel reinigen."

Seitdem der Müll gewogen wird, habe die Vermüllung zugenommen meint Kohler, besonders im angrenzenden Wald und im Bereich der Quelle des Alsbaches, würden die Leute einfach alles hinschmeißen. "Alte Bäume, Hausrat, Eternitplatten und seit Neuestem entsorgt auch jemand den Mist aus einem Hasenstall dort. Das ist wirklich die schlimmste Ecke", berichtet Kohler weiter. Um in diesem Bereich Ordnung zu schaffen, hilft seiner Meinung nach nur eine Kameraüberwachung, darum möchte er sich als Nächstes kümmern.

Ämter sind zugänglich

Doch die Mitglieder der Initiative sind nicht auf sich alleine gestellt, sie arbeiten eng mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVA) zusammen. "Die Ämter sind sehr zugänglich, sie empfinden die Initiative nicht als Meckerei, sondern wirklich als Unterstützung", erzählt Kohler, der immer wieder betont, dass jeder helfen könne, Altenkessel ein wenig zu verschönern. Er ruft alle Bürger dazu auf, sich ehrenamtlich einzubringen: "Wenn jeder die Augen und Ohren offen hält, den Müll meldet, den er am Straßenrand liegen sieht und einfach auf Missstände aufmerksam macht, dann können wir gemeinsam viel erreichen."