Bürger sollen trotz Zuglärm ruhiger schlafen

Bürger sollen trotz Zuglärm ruhiger schlafen

Dudweiler/Saarbrücken. Wer direkt an Bahngleisen wohnt, erlebt es jeden Tag: Der Zuglärm nervt, vor allem nachts. Doch die Deutsche Bahn AG muss nur Maßnahmen ergreifen, wenn die gesetzlichen Grenzwerte überschritten werden, sagte Sabine Weiler von der Deutsche Bahn Projektbau GmbH im Umweltausschuss des Saarbrücker Stadtrates

Dudweiler/Saarbrücken. Wer direkt an Bahngleisen wohnt, erlebt es jeden Tag: Der Zuglärm nervt, vor allem nachts. Doch die Deutsche Bahn AG muss nur Maßnahmen ergreifen, wenn die gesetzlichen Grenzwerte überschritten werden, sagte Sabine Weiler von der Deutsche Bahn Projektbau GmbH im Umweltausschuss des Saarbrücker Stadtrates.Für Wohnhäuser sind das 70 Dezibel zwischen 6 und 22 Uhr und 60 Dezibel zwischen 22 und 6 Uhr. Weiler räumte aber ein, dass für viele Menschen auch 58 Dezibel eine Belastung seien. Die Deutsche Bahn hat die Strecken in Saarbrücken genauer untersucht.

Weiler präsentierte im Ausschuss eine Liste, an welchen Strecken die Bahn Lärmschutzwände aufstellen will. In Scheidt und Neuscheidt wolle die Bahn auf einer Länge von einem Kilometer Schutzwände aufstellen: von der Straße Am Flürchen bis zur Einmündung Am Bartenberg/Eichendorffstraße, außerdem zwischen Bahnhof und Am Neuhauser Weg in Dudweiler.

1350 Meter sind im westlichen Stadtteil Burbach vorgesehen, teilte Weiler mit. Insgesamt werde die Bahn aus einem Bundestopf vier Millionen Euro in 2670 Meter Lärmschutzwand investieren, sagte Weiler.

Dann kam die schlechte Nachricht: Die Bahn werde erst 2015 mit den Bauarbeiten beginnen, weil andere Arbeiten Vorrang hätten. Auch die Länge und Höhe der Wände an den Strecken könne sich noch verändern. Wo die Kosten höher als der Nutzen sind, werde es keine Lärmschutzwände geben, stellte Weiler klar. Dort biete die Deutsche Bahn AG den Hauseigentümern an, den "passiven Schallschutz" zu unterstützen. Dazu gehört zum Beispiel das Dämmen von Rollläden und der Einbau von Schallschutzfenstern. Elisabeth Streit, Chefin des Umweltamts sagte, die Verwaltung werde sich jetzt die von der Bahn genannten Stellen ansehen und später zu Bürgerversammlungen einladen.