Bürger gedenken Zwangsarbeitern bei Röchling

Völklingen. Mit einer Mahnaktion wurde gestern Vormittag in Völklingen der Zwangsarbeiter gedacht, die während des Nationalsozialismus in den Röchling'schen Eisen- und Stahlwerken ums Leben kamen. Mehr als 200 Opfer sind auf dem Völklinger Waldfriedhof begraben. Die meisten von ihnen waren aus Russland in die Hüttenstadt verschleppt worden. Ihre Namen wurden vor dem Neuen Rathaus verlesen

Völklingen. Mit einer Mahnaktion wurde gestern Vormittag in Völklingen der Zwangsarbeiter gedacht, die während des Nationalsozialismus in den Röchling'schen Eisen- und Stahlwerken ums Leben kamen. Mehr als 200 Opfer sind auf dem Völklinger Waldfriedhof begraben. Die meisten von ihnen waren aus Russland in die Hüttenstadt verschleppt worden. Ihre Namen wurden vor dem Neuen Rathaus verlesen. Zum Zeichen der Trauer ließen die rund 30 Demonstranten anschließend schwarze Luftballons mit Namenskärtchen aufsteigen.Die Bürgerinitiative "Bouser Höhe" hatte gemeinsam mit der Peter-Imandt-Gesellschaft/Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Linken-Stadtratsfraktion und der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Saar" zu der Aktion aufgerufen. Auch Mitglieder des Völklinger Bündnisses gegen Fremdenfeindlichkeit schlossen sich dem Protest an. Günther Danninger von der Bürgerinitiative "Bouser Höhe" kritisierte, dass der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu zehn Jahren Haft verurteilte Industrielle noch immer als Namensgeber eines Völklinger Stadtteils geehrt wird. Wegen Röchlings Verstrickungen ins NS-Regime fordern Danninger und seine Mitstreiter seit Januar 2010 die Rückbenennung der Hermann-Röchling-Höhe in "Bouser Höhe". tan