Buch über Annegret Kramp-Karrenbauer

Buch vorgestellt : Kann Kramp-Karrenbauer Kanzlerin?

Einblicke in das Leben Annegret Kramp-Karrenbauers gab’s am Dienstagabend bei der Buchvorstellung von Manfred Otzelbergers „Die Macht ist weiblich“ bei Thalia in Saarbrücken.

Zu Gast waren der Autor, der frühere Ministerpräsident Reinhard Klimmt (SPD), Christoph Hartmann (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister im Kabinett Kramp-Karrenbauers und Hans-Günter Kramp, der Bruder der CDU-Generalsekretärin.

Im Vordergrund stand die Frage, ob die einstige saarländische Ministerpräsidentin als mögliche Bundeskanzlerin geeignet ist. Neben Familienanekdoten des Bruders, die eine persönliche Seite der Püttlingerin offenbarten, wurde auch Skepsis von damaligen politischen Weggefährten geäußert. Der Alt-Ministerpräsident attestierte ihr zwar, dass „sie nicht nur wahrgenommen werden möchte, sondern dass sie etwas will“. Ein Wesenszug, den er in der Politik für wichtig hält. Trotzdem fehle ihr, seiner Meinung nach, eine „übergeordnete Vision“. Auch Hartmann vermisst bei Kramp-Karrenbauer das Fehlen eines „politischen Profils“, weswegen sie in der Öffentlichkeit oft als „Mini-Merkel“ gesehen werde.

Hans-Günter Kramp zweifelt dagegen nicht daran, dass seine Schwester geeignet, ist die nächste Bundeskanzlerin zu werden. „Sie war schon immer eine Persönlichkeit, die unglaublich gerne etwas bewegt“, erklärte der Bruder. Eine Ansicht, die auch die wenigen Gäste der Buchvorstellung teilten.

„Die Macht ist weiblich“ von Manfred Otzelberger, Riva, 17,99 Euro.

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