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Brunner will wieder in den Untergrund

Brunner will wieder in den Untergrund

Saarbrücken. "Der Saarbrücker Untergrund hat viel zu bieten", findet Florian Brunner. Der Mann kennt sich aus. Der Saarbrücker Fotograf und Autor hat dem Saarbrücker Untergrund ein Buch gewidmet. "Unterirdisches Saarbrücken" heißt es und ist im Geistkirch-Verlag erschienen (die SZ berichtete)

Saarbrücken. "Der Saarbrücker Untergrund hat viel zu bieten", findet Florian Brunner. Der Mann kennt sich aus. Der Saarbrücker Fotograf und Autor hat dem Saarbrücker Untergrund ein Buch gewidmet. "Unterirdisches Saarbrücken" heißt es und ist im Geistkirch-Verlag erschienen (die SZ berichtete). "Alte Brauereikeller, Kasematten und eine schier unüberschaubare Anzahl von Luftschutzanlagen aus dem zweiten Weltkrieg durchlöchern den Boden der Landeshauptstadt. Die Ausmaße sind so groß wie in kaum einer anderen deutschen Stadt", sagt Brunner. Mit der Veröffentlichung seiner Bilder und Erlebnisse im Saarbrücker Untergrund als Buch ist das Thema für Brunner aber nicht abgeschlossen. Er setzt seine Recherchen fort. Sein Intersse gilt der (Vor-)Kriegszeit. "In den Jahren zwischen 1938 bis 1945 wurden in Saarbrücken unter teils menschenunwürdigen Anstrengungen Erdmassen bewegt und Steine gehauen, um Stollen in den Untergrund zu treiben. Unmengen Stahl und Beton wurden für massive Eingangsbauwerke verbaut", sagt er. Das Saarbrücker Stadtbild müsse "unübersehbar von solchen Baumaßnahmen geprägt" gewesen sein.Da sei zwar fast alles "unter Geheimhaltung" gelaufen. Brunner hofft aber, dass es dennoch Saarbrücker gab, die das Geschehen in ihrer Stadt fotografiert haben. Er hofft, dass Menschen für ihn in den privaten Fotoarchiven und Alben nachschauen. Gesucht werden auch Bilder aus Brauerei- und Weinkellern. ols

Wer etwas gefunden hat, kann sich bei Florian Brunner melden, Tel (06 81) 9 50 84 67.

unterirdisches

-saarbruecken.de