1. Saarland

Broschüre des Regionalverbandes stärkt den KinderschutzFamilien-Beratung soll im Kindergarten beginnen

Broschüre des Regionalverbandes stärkt den KinderschutzFamilien-Beratung soll im Kindergarten beginnen

Regionalverband. Mit einem "Leitfaden" will der Regionalverband junge Eltern in das Programm "Keiner fällt durchs Netz" einbinden und auf ihre Aufgaben als Väter und Mütter vorbereiten. Eltern sollen nicht durch Kosten, Scheu vor Ämtern oder aus Angst, Fragen zu stellen, davon abgehalten werden, sich über die Angebote zu informieren

Regionalverband. Mit einem "Leitfaden" will der Regionalverband junge Eltern in das Programm "Keiner fällt durchs Netz" einbinden und auf ihre Aufgaben als Väter und Mütter vorbereiten. Eltern sollen nicht durch Kosten, Scheu vor Ämtern oder aus Angst, Fragen zu stellen, davon abgehalten werden, sich über die Angebote zu informieren. Der Leitfaden "Schritt für Schritt - Eltern werden im Regionalverband Saarbrücken" bietet kostenlose Informationen. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo meinte bei der Vorstellung der Broschüre: "Niedrigschwelliger geht es kaum noch." Denn der Ratgeber liegt zum Beispiel in Geburtskliniken und den Wartezimmern der Gynäkologen aus.Vor über einem Jahr startete das Landesprogramm "Frühe Hilfen", in dem die Zusammenarbeit von Gesundheitsamt und Jugendhilfe verbessert wurde. Zu diesem Landesprogramm hat die Universitätsklinik Heidelberg das Konzept "Keiner fällt durchs Netz" entwickelt. Hier geht es um Unterstützung für Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr. Das Projekt ist Teil des Landesprogramms "Frühe Hilfen". und wird in allen saarländischen Landkreisen und im Regionalverband umgesetzt. Dazu zählen der Einsatz von Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern in Familien, die Unterstützung brauchen, der Elternkurs "Das Baby verstehen" und ein Netzwerk von Fachleuten, die das Projekt fortentwickeln. Gillo: "Mit 'Keiner fällt durchs Netz' erreichen wir die meist jungen Eltern in einer sensiblen Phase, und der Kontakt mit der Hebamme, zu der in der Regel ein Vertrauensverhältnis besteht, ist der Schlüssel für die Behebung von Problemen. Insofern sind die jährlich vom Regionalverband zur Verfügung gestellten rund 80 000 Euro eine gute Investition in die Zukunft unserer Region." al Die Broschüre "Schritt für Schritt - Eltern werden im Regionalverband" kann man unter Tel. (0681) 5 06-55 55 anfordern oder im Internet abrufen.Regionalverband. Kinder so früh wie möglich fördern und Probleme in Familien früh erkennen: Das will Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) mit mehreren Maßnahmen erreichen. Neben dem Programm "Frühe Hilfen" will er bis 2013 umsetzen, dass 35 Prozent der Kleinkinder einen Krippenplatz im Regionalverband bekommen. Das ist im Tagesbetreuungs-Ausbaugesetz (TAG) so festgeschrieben. Gillo: "Da müssen wir noch Gas geben." Außerdem will Gillo an Kindertagesstätten künftig Familienberatungszentren einrichten. Eine Arbeitsgruppe der Verwaltung soll bis Jahresende ein Konzept vorlegen. Ziel ist nach Ansicht Gillos, Familien zu beraten, bevor die Kinder auf Erziehungshilfe vom Jugendamt angewiesen sind. Weil viele Eltern den Weg in die Familienberatungsstellen nicht finden, sollte der Regionalverband die Beratung bereits in den Kitas anbieten, betonte Gillo. Für diese Aufgabe müsse eventuell das Personal aufgestockt werden. Trotzdem hofft Gillo, mit diesen Maßnahmen die Jugendhilfekosten zumindest zu stabilisieren. 83 Millionen Euro gibt das Jugendamt in diesem Jahr für die Erziehungshilfe bis hin zur Heimunterbringung aus. Bei der Finanzierung des Programms "Frühe Hilfen" über 2010 hinaus forderte Gillo die Landesregierung auf, sich weiter an den Kosten zu beteiligen. smMeinung