Brandschutz: Muss auch die Stadt nachrüsten?

Brandschutz: Muss auch die Stadt nachrüsten?

St. Wendel. Über eine Million Euro muss nach Angaben aus dem Landratsamt der Landkreis St. Wendel für den Brandschutz ihrer 15 Schulstandorte berappen (wir berichteten). Doch wie sieht's mit den Schulen aus, um die sich die Stadt kümmern muss? Das will Torsten Lang (Foto: pr) wissen

St. Wendel. Über eine Million Euro muss nach Angaben aus dem Landratsamt der Landkreis St. Wendel für den Brandschutz ihrer 15 Schulstandorte berappen (wir berichteten). Doch wie sieht's mit den Schulen aus, um die sich die Stadt kümmern muss? Das will Torsten Lang (Foto: pr) wissen.Der SPD-Fraktionschef im Stadtrat: "Die Fraktion wird für die nächste Sitzung des zuständigen Bauausschusses am 11. Mai eine ausführliche Information der Verwaltung zur Einhaltung der Brandschutzstandards an den vier städtischen Grundschulen in Niederkirchen, Oberlinxweiler, Bliesen und St. Wendel beantragen." Besonderes Augenmerk legt Lang dabei auf die Nikolaus-Obertreis-Schule. Bei dieser Grundschule handle es sich "um einen der größten Schulstandorte im Kreis".

Zusätzlich fordert der Kommunalpolitiker: "Zu dieser Ausschusssitzung sollten auch Experten der städtischen Feuerwehr hinzugezogen werden, um den Stadtrat objektiv und ausführlich zu diesem wichtigen Thema zu unterrichten." Die Politiker müssten die neuesten Erkenntnisse zum Brandschutz bekommen. Lang: "Nur wenn umfassende Informationen vorliegen, können wirklich sachgerechte Entscheidungen getroffen werden, welche Maßnahmen aus Sicherheitsgründen ergriffen werden sollen."

Torsten Lang reicht nicht, nur den Brandschutz an Schulen ins Visier zu nehmen. Es gehe ihm auch um den Zustand der städtischen Verwaltungsgebäude, "wo ebenfalls tagtäglich eine Vielzahl von Mitarbeitern und Besuchern betroffen sind".

Torsten Lang reagierte mit seinem Antrag auf einen Bericht der Saarbrücker Zeitung, wonach der Tüv Mängel beim Brandschutz festgestellt hat. Viele Schulgebäude aus den 70er-Jahren erfüllten nicht die heute geltenden strengeren Bestimmungen. Das treffe auch auf den Bau der Kreisverwaltung zu. Die Kosten, die Verwaltung auf die aktuelle Brandschutzverordnung nachzurüsten, kämen noch hinzu.

Unterdessen reagierte bereits Bürgermeister Klaus Bouillon (CDU; Foto: dia-saar.de/SZ). "In Niederkirchen haben wir keine Probleme. Dort haben wir mit Hilfe des Konjunkturprogramms eine zweite Fluchttür eingebaut." In der Bliesener Grundschule gebe es ausreichend Gänge für Fluchtwege. Ähnlich stehe es um Oberlinxweiler. Bouillon: "In der Obertreis-Schule haben wir in drei Jahren alle Gebäude vollkommen mit einer neuen Brandmeldeanlage ausgestattet." Jetzt soll noch in einem Altbau im Laufe des Jahres eine Holz- durch eine Betontreppe ersetzt werden. Das stemme die Stadt ebenfalls über das Konjunkturpaket. Was die St.-Annen-Schule betrifft, soll ein Durchbruch geschaffen werden, um einen zweiten Fluchtausgang über eine Eisentreppe nach außen zu sichern. Zu den städtischen Verwaltungsgebäuden äußerte sich der Bürgermeister knapp: "Hier gibt es keinen Handlungsbedarf."